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Abiturientin schreibt Fantasyroman

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Mareika Greiss steht mit beiden Beinen im Leben – auch wenn sie mit einem Fuß ziemlich oft in einer fremden Welt ist. Awéyèna heißt die, und vier Freunde erleben hier die aufregendsten Abenteuer. Mia, Chris, Annabelle und Charlie haben den Auftrag, einen geheimnisvollen Schlüssel zu holen, um einen Fluch zu brechen – und werden zu Gejagten der gefährlichsten Wesen der Welt. "Die Weltenwanderer" heißt ihr Roman, der jetzt als E-Book erschienen ist.

Früh hat die Gundelsheimerin mit den rotbraunen Haaren und den blauen Augen mit dem Schreiben begonnen. Denn das Erzählen hat in ihrem Elternhaus mit den vollgestellten Bücherregalen Tradition. Früher erfanden die Eltern Gute-Nacht-Geschichten rund um die Stofftiere ihrer Mädchen, und wenn das Licht aus war, erzählte Mareika ihrer kleinen Schwester Svenja einfach unter der Bettdecke weiter. Mit zwölf Jahren begann sie mit der ersten Rohfassung für das jetzige Werk.
 

Ideen auf Papier bringen

Ihren Notizblock hat die 18-Jährige immer dabei. Im Religionsunterricht zeichnet sie Karten und Skizzen, auf ihrer Schreibtischplatte daheim notiert sie die Einfälle, die ihr bei den Hausaufgaben kommen, oder sie schwingt sich nachts aus dem Bett, wenn sie eine Idee umtreibt.

Auf den Fantasy-Roman "Die Weltenwanderer" ist auch Mutter Antje Greiss sehr stolz. "Sie schafft es unheimlich gut, Spannung aufzubauen. Das ist richtig toll", sagt die 46-jährige Lehrerin am Justinus-Kerner-Gymnasium in Heilbronn, die durch die Tochter zum Zweitjob als Lektorin gekommen ist. Hat sie doch mit ihr um Passagen und Formulierungen des 460-Seiten-Schmökers gerungen – auch wenn fast alle Varianten noch auf dem Computer gespeichert sind.
 

Leseprobe geschickt

Begeistert vom Talent der Enkelin ist auch die Großmutter, der Mareika Greis die Veröffentlichung zu verdanken hat, und so hat die junggebliebene Seniorin auch schon per Facebook gratuliert. Schließlich war sie es, die sich beim Besuch der Frankfurter Buchmesse an einem Stand erkundigt hatte, was denn Verlegerin Christine Jansen einer Nachwuchs-Autorin raten würde. Und bekam neben einigen Tipps prompt das Angebot, die Enkelin könne ja mal eine Leseprobe schicken.

Inzwischen hat sich der Verlag auch die Rechte am zweiten und dritten Teil der Trilogie gesichert. "Jetzt muss ich Werbung machen, schauen, dass es im Internet nicht verloren geht", sagt die Schülerin, die Klavier spielt und ein Filmmusik-Fan ist. "Mein Buch ist das erste, das ich als E-Book lese", gibt sie zu. Klar, verfolgt sie das Ziel, ihr Werk einmal als gedruckte Version in der Hand zu halten. "Für mich ist es im Moment noch eher eine Datei als ein Buch", gesteht sie freimütig ein.
 

Nebenher Schriftstellerin sein

Zunächst stehen erst einmal die Abiturprüfungen an, bevor ein halbes Jahr die kalifornische Sonne in Pleasanton bei San Francisco lacht, wo Mareika Greiss ihr Englisch aufpoliert und auf einen Job als Assistant Teacher hofft.
Ein Traum wäre allerdings ein Praktikum bei einem lokalen Fernsehsender, denn eins steht fest: Anschließend plant die Cineastin an der Filmakademie Ludwigsburg zu studieren. "Ich liebe Filme, und Schriftstellern werde ich nebenher."

                                                                        

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