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Ein Zeichen der Solidarität

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Alle Welt starrt dieser Tage auf Rom und macht die Zukunft der katholischen Kirche vom Papst abhängig. Was sich unabhängig vom jeweiligen Oberhaupt und ungeachtet von Reizthemen und Skandalen an der Basis bewegt, wird in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen. Mit einer groß angelegten Sozialaktion des BDKJ (Bund Deutscher Katholischer Jugend) könnte sich das ändern: zumindest für drei Tage im Sommer, auch im Dekanat Heilbronn-Neckarsulm.
 

Zeichen für die Solidarität

Unter dem vielversprechenden Motto "72 Stunden, uns schickt der Himmel" machen sich junge Christen vom 13. bis 16. Juni überall im Land für andere stark. Innerhalb von 72 Stunden wollen sie in Aktionsgruppen jeweils eine soziale, ökologische, interkulturelle oder politische Aufgabe meistern, und damit "ein deutliches Zeichen für Solidarität setzen," erklärt Markus Häusermann (36) aus Schwaigern als Sprecher des schon schwer aktiven Koordinationsteams. Kinder und Jugendliche, aber auch junge Erwachsene wollen "dort anpacken, wo es sonst niemand tut, wo Geld fehlt oder einfach nur die Bereitschaft, anderen unter die Arme zu greifen". "Ohne große Bürokratie und ohne viele Worte", wie Jasmin Piontek (21) aus Biberach betont.
 
Motor der Aktion ist "die Überzeugung, dass ein Handeln aus einem christlichen Verständnis heraus die Welt ein bisschen besser machen kann", sagt Isabel Strengert (18) aus Duttenberg: unabhängig von der Konfession, wie die Protestantin als lebendes Beispiel für eine geglückte Ökumene beweist. Es soll aber auch Spaß machen. Bea Gerstle (17) aus Obergriesheim macht mit, weil sie das Ganze "cool" findet und Kontakte knüpfen will.
 

Countdown läuft

Die Aktion lief bereits 2004 und 2009. Zuletzt klinkten sich bundesweit eine Millionen Ehrenamtliche in 2961 Gruppen ein. Auch im Dekanat Heilbronn-Neckarsulm waren 16 Gruppen mit 450 Mitstreitern im Einsatz, weiß Peter Nenninger (27) aus Obersulm: So frischten etwa "Seeräuber" einen Außenbereich der Beschützenden Werkstätte auf, ein anderes Team renovierte das Adaptionshaus Friedrichshof in Affaltrach, andere boten Seniorenfitness an, legten einen Sinnesgarten an, halfen im Augärtle Heilbronn oder im Kindersolbad Jagstfeld, wie Laura Montebello (18), derzeit im Freiwilligen Jahr, rekapituliert.
 
Die Vorbereitungen für die 72 Stunden im Juni laufen bereits auf Hochtouren, aber auch der Countdown. "Nächste Woche sind es noch genau 72 Tage bis zu den 72 Stunden", bestätigt einer der Aktivposten, Tobias Wachtler (27) aus Neuenstadt. Das 14-köpfige Koordinationsteam steckt schon seit September in den Vorbereitungen. Sieben Arbeitskreise beschäftigen sich mit Werbung, suchen Sponsoren, kümmern sich um Aktionsgruppen oder Projektpartner. Nicht fehlen dürfen ein Notfallteam sowie die Organisatoren für die Auftaktveranstaltung in Heilbronn und das Abschlussfest in Neckarsulm, inklusive Gottesdienst, versteht sich.
                              

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