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Hochschule in Mosbach erweitern

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18 Studenten. Mit diesem Kurs im Studiengang Industrie fing alles an. 1980 öffnete die Duale Hochschule (DHBW) Mosbach ihre Pforten, damals noch als Berufsakademie. Seitdem hat sich viel getan. Vor allem die Entwicklung in den vergangenen sechs, sieben Jahren war rasant. Derzeit lernen rund um den Lohrtalweg fast 3000 Studierende – die Räumlichkeiten hielten diesem Wachstum nicht ganz Schritt. Nur gut also, dass am Mittwoch der Spatenstich für ein neues Seminar- und Laborgebäude stattfand. Der Neubau soll die Raumnot ein wenig lindern – und den einen oder anderen Container ersetzen.

Denn auch mit einem kleinen Containerdorf versuchte die DHBW dem Zustrom zu begegnen. Der Neubau entsteht in direkter Nähe zu den bestehenden Hauptgebäuden. Auf rund 1500 Quadratmetern Nutzfläche sollen Labore, Vorlesungsräume und Büros, aber auch ein Auditorium Maximum, ein großer Hörsaal, Platz finden. Auftraggeber ist das Land Baden-Württemberg, das auch die Kosten trägt. Acht Millionen Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Im Oktober 2014 soll das Gebäude fertig sein. 
 

Masterangebot ausbauen

"Der Neubau wird gerade mit den vielen Laboreinrichtungen zu qualitativen Verbesserungen führen", sagte Reinhold Geilsdörfer, Präsident aller acht DHBW-Standorte im Land. Und auch auf sie kommt es an, denn der Professor hat schon eine weitere Herausforderung im Blick: das Thema Master an der Dualen Hochschule.
 
"Die jungen Leute können heute schon mit 21 oder 22 Jahren mit dem Bachelor fertig sein", sagte Geilsdörfer. Und für viele stelle sich da die Frage: Warum nicht weiterstudieren? Damit der Nachwuchs nicht die Partnerunternehmen verlässt, um etwa an einer Universität den Master zu machen, muss sich die DHBW weiter verändern. "Wir werden unsere berufsbegleitenden Masterangebote massiv ausbauen", sagte Geilsdörfer deshalb.
 

Abwanderung entgegen wirken

Der Neubau und die neue Mensa, die vor einem halben Jahr eröffnet wurde, verdeutlichen eines: Mosbach bleibt ein wichtiger Hochschulstandort. Auch wenn Bedenkenträger in der Odenwaldkommune – wegen des starken Ausbaus der Hochschullandschaft in Heilbronn – das Gegenteil befürchtet hatten. Die Duale Hochschule ist aber gerade im ländlichen Raum stark – wie auch Staatssekretär Ingo Rust bemerkte: "Die Standorte der Dualen Hochschule binden die jungen Leute vor Ort und wirken der Abwanderung entgegen."
 
Und bevor die rund 60 Vertreter aus Politik, Hochschule und Verwaltung vom Spatenstich abwanderten, gab Landrat Achim Brötel dem Staatssekretär Rust noch etwas mit auf den Heimweg: "Was wir heute auf den Weg bringen, das reicht nur für einen kleinen Teil des zukünftigen Raumbedarfs." Die jetzt fast 3000 Studenten sollen nicht das Ende der Fahnenstange sein. 
 

 

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