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Studenten aus Ruanda zu Besuch

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Interesse wecken an fremden Kulturen und Gesellschaften, entwicklungspolitische Zusammenhänge durchschauen, aber auch einseitige Afrikabilder hinterfragen: Unter dem Titel "Power on/off" statteten drei Vertreter der ruandischen Organisation "Rwanda Village Concept Project" den Schülern des Bad Friedrichshaller Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums einen Vormittagsbesuch ab.
 

Das Heimatland vermitteln

Er ist wohl einer der wenigen, der sich über Schnee noch freut: In Frankfurt hat ihm der 24-jährige Ruander Emmanuel Muhire Karake am 9. März zum ersten Mal erlebt. Eindrücke, die er am 13. April mit nach Hause nimmt. Doch davor wird er in Deutschland Wissenswertes von seinem Heimatland vermitteln. Neben Schulen in Berlin, Rheinland-Pfalz und dem baden-württembergischen Bühl auch in Bad Friedrichshall, wo er 30 Sechstklässler informierte. Mit rund 90 Schülern der Kursstufe eins unterhielt er sich über Ziele der Entwicklungsarbeit, wirtschaftliche Zusammenhänge und Nachhaltigkeit.
 
Von autobahnähnlichen Straßen in der Hauptstadt Kigali bis zu ursprünglichen Dörfern ohne Strom. Von Luxushotels bis zu einfachsten Hütten. Von modernen Motorradtaxen über Handy-Ladestationen und Schulunterricht bis zu afrikanischen Musikinstrumenten und der traditionellen Maniok-Wurzel erfuhren die Sechstklässler. Ein Leben ohne Strom: "Das könnte ich mir nicht vorstellen", gab Alina Ziegler (12) zu, deren Großtante in Afrika lebt. Die Eindrücke fand sie interessant: "Das habe ich vorher nicht so wirklich wahrgenommen."
 

Vieles nicht so selbstverständlich

Im Durchschnitt fünf Kinder, die Gefahr von Malaria, aber auch sanfte, grüne Hügel und Gorillas: Nico Haaf (11) war erstaunt über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Leben in Deutschland und dem afrikanischen Land, das so groß ist wie Rheinland-Pfalz und das Saarland zusammen. Strom, Schulbesuch: "Vieles ist dort nicht so selbstverständlich wie hier", stellte er fest.
 
Begleitet wurde Emmanuel Muhire Karake, der in Ruanda Landwirtschaft und Wirtschaft studiert, von der Ärztin Cornelia Jäger. Sie war 2007 in dem afrikanischen Land. Außerdem von dem Medizinstudenten Björge Hetzger, der 2009 am Friedrich-von-Alberti-Gymnasium sein Abitur ablegte und im Rahmen eines HIV-Projekts fünf Monate lang in Ruanda arbeitete.
 

Eine-Welt-Gedanke verbreiten

Sie gehören dem Rwanda Village Concept Project an. Die Studentenorganisation wurde im Jahr 2000 gegründet, um die Lebenssituationen der Menschen in Bezug auf Bildung oder Gesundheit zu verbessern. Ebenso, um einem ausschließlich von Kriegen und Katastrophen beeinflussten Afrikabild entgegenzuwirken und für den Eine-Welt-Gedanken zu werben.
 
Auch bei den Oberstufenschülern stieß die Infoveranstaltung auf Interesse und erzielte positive Resonanz. 300 Euro spendete der Förderverein der Schule, um ruandische Studenten zu unterstützen.
                             

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