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Ungeklärte Verbrechen

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Mysteriöse Kriminalfälle sorgen für Aufsehen, machen betroffen und erzeugen bei Bürgern eine innere Unsicherheit – auch in der Region Heilbronn. Nicht immer können Täter ermittelt werden. Wir stellen ungeklärte Kriminalfälle der vergangenen Jahre vor und den Ermittlungsstand von Polizei und Staatsanwaltschaft:
 
Die 45-jährige Diana P. wird im Oktober 2008 in der Nähe eines Wanderparkplatzes zwischen dem Klinikum Weissenhof und Grantschen tot neben ihrem Auto gefunden. Suizid, Unglücksfall oder Kapitalverbrechen – alles scheint nach Meinung der Staatsanwaltschaft Heilbronn möglich. Sie kommt nicht weiter. Nach acht Monaten schließt sie die Akte. Auch knapp fünf Jahre nach dem Tod von Diana P. würden vereinzelt Hinweise eingehen, sagt Yvonne Schmierer, Sprecherin der Heilbronner Polizei. Dennoch bleibt der Fall ungeklärt.
 
Im Januar 2009 wird die verbrannte Leiche des 19-jährigen Arthur C. auf einem Waldparkplatz zwischen Eberstadt und Cleversulzbach gefunden. Auch er lag neben seinem Auto. Dieses war war völlig ausgebrannt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Suizid oder einem Verbrechen aus. Im November 2009 stellt sie die Ermittlungen ein. Hinweise würden auch in diesem Fall immer mal wieder eingehen, sagt Schmierer. "Mailkonten oder Telefondaten auszuwerten ist für uns nach so langer Zeit unheimlich schwierig." Vorratsdaten dürften nur eine gewisse Zeit gespeichert werden. Die Hürden für ein Rechtshilfeersuchen in andere Länder seien zudem sehr hoch.
 
 

Schießerei mitten in Heilbronn

Freitag, 23. Dezember 2011, Heilbronn. Ein 33 Jahre alter Mann schießt auf offener Straße auf den Ehemann seiner Nichte und flüchtet. Das 32-jährige Opfer muss notoperiert werden und überlebt. Auslöser für die Tat soll gewesen sein, dass der Onkel gegen die Beziehung seiner damals 20-jährigen Nichte war. Seit dem Tag ist der Mann auf der Flucht. "Nach unseren Erkenntnissen hält sich der Tatverdächtige in der Türkei auf", sagt Harald Lustig, Sprecher der Staatsanwaltschaft. "Wir haben die türkische Strafverfolgungsbehörden gebeten, den Fall zu übernehmen." Bis heute sei nicht bekannt, ob der Fall dort übernommen wurde. Der Mann sei außerdem zur internationalen Fahndung ausgeschrieben.
 
Fast auf den Tag genau vor einem Jahr überfällt ein Mann eine Radfahrerin und zwingt sie in einen weißen Kleinbus auf der Horkheimer Insel. Der Täter bedrohte die Frau mit einem Messer und vergewaltigt sie. Trotz der Veröffentlichung eines Phantombilds konnte der Täter nicht ermittelt werden. "Das Verfahren dazu ist eingestellt", sagt Lustig
 
 

Obdachloser schwer verletzt

Ein wohnungsloser 40-Jähriger wird Anfang Juli in Heilbronn mit schwersten Verletzungen im Gesicht und am Oberkörper in seinem Schlafsack entdeckt. Zeugen berichten von Schnittverletzungen im Gesicht. Der Mann wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen und musste notoperiert werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags. Bislang gibt es noch keine heiße Spur zu den Tätern. "Das liegt unter anderem auch an der schwierigen Arbeit mit den Zeugen", sagt Lustig.
 
Am 19. Juli verschwindet die 25-jährige bulgarische Prostituierte Atanaska Dimitrova Vasileva spurlos. Sie arbeitete in dieser Nacht an der Heilbronner Hafenstraße. Als ihr Freund sie wieder abholen wollte, erschien sie nicht zum vereinbarten Treffpunkt. Eine groß angelegte Polizeisuchaktion im Bereich Wohlgelegen blieb erfolglos. "Wir können ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen", sagt Schmierer.
 
Der Unterleib einer Wasserleiche schockiert am 7. August Passanten in der Unteren Neckarstraße in Heilbronn. Wie die Obduktion ergab, lag der weibliche Leichnam zwischen einem halben Jahr und mehreren Jahren im Wasser. "Die Ermittlungen sind aus medizinischer Hinsicht noch nicht abgeschlossen", sagt Schmierer. Man sei dabei, DNA-Spuren mit denen vermisster Frauen abzugleichen.
                                                    

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