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Tänzerische Vielfalt

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"Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen von der Schwere der Dinge, bindet den Vereinzelten zu Gemeinschaft." Tänzer Frank Buchali zitiert auf der Bühne des Heilbronner Theaters Bischof Augustinus, der schon vor knapp 2000 Jahren ahnte, was dem Menschen gut tut. Gut 160 große und kleine Tänzerinnen und Tänzer zeigen in der zweistündigen Weihnachtsaufführung des Stepp-Tanzstudios eindrucksvoll, wie wahr diese Sätze noch heute sind. 

 

Berührend


Alle zwei Jahre präsentiert sich das Heilbronner Tanzstudio von Susanne Leute und Iris Joachim im Großen Haus des Theaters – wieder mal vor vollbesetzten Rängen. Fast 800 Zuschauer lassen sich von der gelungenen Choreographie ganz klassisch und weihnachtlich angehaucht in den schönsten Szenen des Balletts "Der Nussknacker" berühren. Da schweben rührende Ballkinder elfengleich um die Geschenke unterm Weihnachtsbaum. Ein zehnjähriger Junge, einer der wenigen Tänzer auf der Bühne, fällt als Hampelmann und Schäfer im Tanz der Rohrflöten auf. Anmutig, scheinbar ohne jegliche Berührungsängste, bewegt er sich im Kreis der vielen Mädchen. "Ich wollte schon immer tanzen. Mit fünf Jahren haben mich meine Eltern dann endlich in die tänzerische Früherziehung gelassen", erzählt Lorenz Oberstein. Er tanzt zwar schon sein halbes junges Leben lang, ist aber trotzdem "voll aufgeregt, wenn sich der Vorhang hebt," so der Gymnasiast. "Wenn es losgeht, vergesse ich alles um mich herum. Und bin so überwältigt vom Tanzen, dass ich die Leute im Publikum erst wieder beim Klatschen wahrnehme."

Beifall gibt es reichlich nach Blumenwalzer, chinesischem, arabischem und spanischem Tanz. Natalie Fass, die die Nussknacker-Szenen choreographiert hat und am Bühnenrand richtig mitgeht, ist mehr als zufrieden: "Ich muss einfach immer mitfiebern, motivieren. Das war so toll von den Kindern."

Hinter der Bühne können sich Iris Joachim und Susanne Leute auf ihre treuen Mitstreiterinnen verlassen, allesamt Teilnehmerinnen eines Stepptanzkurses vor vielen Jahren. Susanne Bay koordiniert und organisiert die Abläufe im Hintergrund. Karin Bauer hat die Kostüme zusammen mit Susanne Leute ausgesucht, entworfen und teilweise selbstgenäht. Jetzt schminkt und frisiert sie dutzende Mädchen. "Das ist zwar stressig, aber das ist nur positiver Stress", lacht Karin Bauer. 

 

Unglaublich


"Tanzen tut gut, und es gibt so unheimlich viele Varianten dabei", macht Iris Joachim Werbung für ihr geliebtes Hobby und ihren Beruf. Eine unglaubliche Vielfalt stellen ihre Schülerinnen und Schüler in der zweiten Hälfte unter Beweis: Bei Breakdance, klassischem Ballett, Hip Hop, Jazz und Modern Dance, mal ganz farbenfroh, mal mit Luftballons, mal im Morgenmantel, wiegen und biegen sich die Tänzer und Tänzerinnen im Rhythmus. Am Schluss verstehen die Zuschauer das Ende des Gedichtes von Augustinus besser: "Oh Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen."


 

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