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ABX-Halle: Abriss oder Umbau?

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Was geschieht mit der ABX-Halle nach der Bundesgartenschau 2019? Wird sie abgerissen oder bleibt sie erhalten? Diese Frage beschäftigt derzeit die Heilbronner Kommunalpolitik. Mitte November hatte der Gemeinderat im Rahmen der Beratungen zum Doppelhaushalt 2015/2016 Finanzmittel in Höhe von 600 000 Euro gestrichen. Für ein Gebäude, das nach der Buga abgerissen werden soll – so die bisherige Sprachregelung der Verwaltung –, sollte nicht so viel Geld investiert werden.

 

Statisch in Ordnung


Jetzt vollzog sich im Bauausschuss ein Umdenken, nachdem Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas die Bedeutung der Lagerhalle als Plattform für Blumenausstellungen, Veranstaltungen und Gastronomie während der Bundesgartenschau betont hatte. Zudem sieht er das Gebäude und sein Umfeld als Kommunikationspunkt, denn westlich der Halle wird einmal der Aufgang zur Brücke über den Hauptbahnhof sein. Bestärkt wurden seine Worte von Johannes Straub: "Die Halle ist standsicher und statisch in Ordnung", sagte der Leiter des Hochbauamtes. Es fehlen jedoch Brand-, Wärme- und Schallschutzvorkehrungen.

Welche zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten die ABX-Halle bietet, zeigten die Ergebnisse einer Planungswerkstatt mit fünf Architekturbüros. Cornelius Krähmer vom städtischen Hochbauamt stellte die Gedanken vor:

Bel-Sozietät: Die Fassade wird weggenommen und als öffentlicher Raum genutzt. Es entsteht eine Loggia-Laube mit viel Licht von oben.

Karo-Architekten: Sie sehen eine Zweiteilung der Halle für flexible Nutzungen vor: Ausstellungen, Theater, Modeschauen, Büro. 

Metaraum-Architekten: Zweiteilung der Halle. Container sollen die Halle gliedern. 

Peanutz-Architekten: Die Halle als riesiger Garten, der bis an das eigentliche Bundesgartenschau-Gelände heranreicht. 

Studio Umschichten: Eine Halle als Event-Ort, um die Heilbronner beim Ausbau mitzunehmen: 2015: Keimzelle: Halle für alle. 2016: Meet an eat. 2017 Wunschfabrik. 

Wie die vielen Ideen in der ABX-Halle architektonisch umgesetzt werden können, damit beauftragte die Bauverwaltung mit Zustimmung des Bauausschusses die Büros Karo und Studio Umschichten.

Während Bürgermeister Wilfried Hajek ("…die Halle hat Charme") und Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas ("…bietet Chancen") das Objekt positiv einstuften, rutschte SPD-Stadtrat Gerd Kempf immer unruhiger auf seinem Stuhl hin und her: "Der Gemeinderat hätte anders über die 600 000 Euro entschieden, wenn er diese Infos gehabt hätte." "Es muss eine Entscheidung her", sieht Wolfgang Palm (CDU) den Gemeinderat in der Pflicht. Die Vorschläge lobte er wie auch SPD-Stadträtin Tanja Sagasser-Beil als "sehr kreativ".

Eine Substanzbewertung forderte der Halle CDU-Stadtrat Thomas Randecker, und FWV-Stadtrat Heiner Dörner "kann sich vorstellen, Mittel für den Umbau bereitzustellen". Für Grünen-Stadtrat Alexander Habermeier spielt die Halle "eine zentrale Rolle".


 

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