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Angenehmes Lernen

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Tablets, Smartphones, TV – wenn Holger Langguth auf die Reizüberflutung von Kindern schaut, dann will der Architekt nicht noch eins oben drauf setzen. Mit seinem Kollegen Peter Götze stellte er im Nordheimer Gemeinderat das Farbkonzept für den Umbau und die Erweiterung der Kurt-von-Marval-Schule vor. Eine klare Struktur mit frischen Farben – grün, blau und gelb – sorgt für eine deutliche Trennung, ohne Unruhe zu erzeugen. Auch unter den Gesichtspunkten einer Notsituation sei diese Farbgebung, so Langguth, für Hilfskräfte und Eltern wertvoll.

 

Konkurrenz


Die Grund- und Gemeinschaftsschule wird für 12,9 Millionen Euro umgebaut und erweitert, zudem eine Mensa eingerichtet. Nordheim will damit den Schulstandort sichern, ausreichend Platz in der zuvor schon stark berufsorientierten Hauptschule schaffen. Die vorbildliche Arbeit der Pädagogen, die intensive Zusammenarbeit mit Betrieben hat sich ausbezahlt. Und auch das pädagogische Konzept der Gemeinschaftsschule, wie es hier umgesetzt wird, überzeugt offenbar die Eltern.

Die Gemeinschaftsschule wird vorübergehend dreizügig, langfristig aber zweizügig geführt, glaubt Bürgermeister Volker Schiek. Trotz der Konkurrenz, die aus Brackenheim und Güglingen droht. Der Verwaltungschef sieht seinen Standort sehr gut aufgestellt. Dazu wollen die beiden Nordheimer Planer mit ihrer Arbeit beitragen. Jedes der drei Gebäude bekomme eine Leitfarbe, sagte Langguth. Etwa einen Streifen an der Gebäudeseite, ein bemaltes Treppenhaus, ohne aber dominant zu wirken. "Der Rest der Fassade bleibt zurückhaltend weiß." Ein leicht körniger (drei Millimeter) Putz kommt auf die Außenhaut.

Die Schüler werden künftig über graue, widerstandsfähige Fliesen gehen. Im Klassenzimmer soll Linoleum verlegt werden. Auch hier im Innern wird sich die Farbe der Außenwand wiederfinden. Holger Langguth: "Wir werden diese Farbe dezent verwenden, aber in jedem Raum soll sie klar erkennbar sein."
So werden die Zimmertüren die jeweilige Tönung des Baus bekommen. Die Toilettenanlagen werden hell gefliest. Aber auch hier wieder Farbtupfer in Grün, Gelb, Blau. Die Fenster werden ein Anthrazit-Profil haben, die Fensterbänke zum Kontrast mit einem hellen Kunststein ausgestattet sein.

Die Lehrer bekommen im Verwaltungsbereich einen strapazierfähigen Teppichboden, der zu den grauen Fliesen im Flur passt. Die Räume sollen mit abgehängten Rasterdecken aus Gipskartonplatten ausgestattet werden. Das Lochraster in diesem Werkstoff soll die Akustik verbessern. Auch wenn es im Gremium den Wunsch nach Holz gab: Die Planer schlagen für die Handläufe in den Treppenhäusern Edelstahl mit gebürsteter Oberfläche vor. Eine feine, aber auch gängige und strapazierfähige Lösung. Langguth glaubt, dass Holz eher kunstbegabte Schüler zum Schnitzen anregt.

 

Beifall


Der Gemeinderat fand das Konzept durchgängig und stimmig. Tatjana Willy (FBW): "Das ist super gelungen." Auch Bürgermeister Volker Schiek war hochzufrieden: "In der Summe kann ich zusammenfassen: Die Herren Götze und Langguth haben sich viele gute Gedanken gemacht." Der Vorschlag des Nordheimer Architekturbüros wurde vom Gremium einstimmig angenommen. 


 

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