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Das hässliche Problem

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Graffiti-Schmierereien sind nach wie vor ein Problem in Heilbronn und den Umlandgemeinden. Ob städtische Gebäude, Verteilerkästen, Pumpstationen, Strommasten, Grabsteine oder Fassaden von privaten Wohn- und Geschäftshäusern – sie alle werden von den hässlichen Kritzeleien nicht verschont. Das Stadtbild leidet enorm.

In Heilbronn wurden 2012 laut Polizeisprecherin Yvonne Schmierer 325 Graffiti-Schmierereien angezeigt. Neun Täter wurden ermittelt. Im vergangenen Jahr waren 300 Anzeigen bei der Polizei eingegangen, sechs Sprayer und Kritzler wurden von den Beamten dingfest gemacht. 2012 gab es im Landkreis Heilbronn 147 Anzeigen, zwölf Täter wurden ermittelt. 2013 waren bei der Polizei 186 Anzeigen eingegangen. 24 Täter wurden aufgegriffen. Dies entspricht einem Anstieg von 26,5 Prozent.
 

Graffiti-Problem

"Wir haben seit gut 25 Jahren ein Graffiti-Problem in Heilbronn", erklärt Dieter Rädel. Der Hauptkommissar beim Revier Heilbronn ist unter anderem zuständig für Graffiti-Schmierereien. Das Problem, sagt der erfahrene Polizeibeamte, seien die sogenannten Alt-Sprayer: "Sie sind zwischen 30 und 40 Jahre alt, haben meist keinen Beruf, jobben mal hier und mal da", beschreibt Rädel den Personenkreis.

Finanziell sei deshalb bei ihnen nichts zu holen: "Ihre Strafen sind zumeist gemeinnützige Arbeiten." Einen Tipp hat Dieter Rädel für die Geschädigten: "Sie alle sollten Rechnungen für die Beseitigung schreiben. Dies würde eventuell Druck auf die Szene vor Gericht ausüben."
 

Individualzeichen

Wie groß die Szene tatsächlich ist, vermag Rädel nicht zu sagen. Aufgrund ihrer Individualzeichen, die sie an Fassaden und Mauern hinterlassen, schätzt er die Zahl auf "zehn bis 20 Personen". Sie seien jedoch gut vernetzt und häufig auch deutschlandweit unterwegs nach dem Motto "Kommst du in meine Stadt komm ich in deine Stadt".

Die Sprayer, die häufig auch mit dem Edding-Stift durch die Stadt streiften und dabei ihre Kürzel hinterließen, seien schwer zu ermitteln: "Observationen sind nicht immer von Erfolg gekrönt", weiß Dieter Rädel um die Schwierigkeit, die in der Öffentlichkeit nicht immer nachvollzogen werde.

"Die Beseitigung der Schmierereien an städtischen Gebäuden läuft ganz schön ins Geld", sagt Rathaussprecher Christian Britzke. 2011 musste Heilbronn 60 000 Euro, 2012 rund 54 000 Euro für die Reinigung ausgeben. Für 2013 liegt der Betrag Stand Ende September, da noch nicht alle Maßnahmen abgerechnet sind, bei 32 500 Euro.
                                        

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