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Leiche in Horkheim: Tatverdächtiger

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Ein Sondereinsatzkommando der Polizei hat am Samstagmorgen einen 26-Jährigen festgenommen. Der polizeibekannte Mann wird verdächtigt, den 39-Jährigen, der nach einem Brand tot in einer Dachgeschosswohnung in Horkheim gefunden wurde, getötet zu haben. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Hintergründe der Tat bleiben weiter mysteriös.


Haftbefehl

Der Tatverdächtige soll den 39-Jährigen bereits am vergangenen Wochenende erstochen und am Dienstag das Feuer in der Wohnung gelegt haben. Der 26-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt, der den Haftbefehl gegen den Mann in Vollzug setzte und ihn in eine Justizvollzugsanstalt einwies. Warum der Tatverdächtige mehrere Tage nach der Tat in die Wohnung des Opfers zurückgekommen sein soll, um das Feuer zu legen, ist unbekannt. Die Polizei macht derzeit keine Angaben zum möglichen Motiv oder zum mutmaßlichen Ablauf der Tat.

Es war am vergangenen Dienstag, kurz vor 12 Uhr, als die Heilbronner Feuerwehr zu einem Brand in Horkheim gerufen wurden. Passanten bemerkten starke Rauchentwicklung in einer Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses im Heilbronner Weg. Etwa zehn Minuten zuvor soll es einen lauten Knall gegeben haben, berichten mehrere Nachbarn übereinstimmend. Das Gebäude wurde evakuiert. Erst nachdem der Brand gelöscht wurde, entdeckten Feuerwehrleute eine männliche Leiche.

Die Identität des Toten konnte zunächst nicht genau festgestellt werden. Erst die Obduktion der Leiche und ein DNA-Test bestätigten, dass es sich um den 39-jährigen Wohnungsinhaber handelte und dass der Mann nicht durch das Feuer, sondern bereits zuvor durch mehrere Stichverletzungen gestorben war.


Spurensuche

Die Polizei setzte die 35-köpfige Sonderkommission "Pirol" ein, benannt nach einem Seitenweg am Tatort. Zuletzt waren die Polizisten nach Stimme-Informationen im Dauereinsatz. Beamte der Kriminalpolizei befragten die Nachbarn, Experten der Spurensicherung suchten mehrfach den Tatort ab. Sie durchkämmten das umliegende Gebiet bis zur etwa 250 Meter entfernten Rahmer-Mühle nach der Tatwaffe und anderen Spuren.

Noch am Freitag sagte ein Polizeisprecher, dass es keine heiße Spur zu dem oder den Tätern gäbe. Man ermittele in alle Richtungen. Dass die Fahnder am Samstag einen Tatverdächtigen festnehmen konnten, kam umso überraschender.


Gegenstand

Ob die Suchaktion nach der Tatwaffe oder anderen Spuren erfolgreich war, bestätigte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Zeugen wollen aber einen Polizisten gesehen haben, der einen Gegenstand, eingepackt in eine durchsichtige Plastiktüte, in der Hand hielt. 
Bekannt ist, dass das Feuer nach Ansicht der Ermittler vorsätzlich gelegt wurde. "Durch ein Feuer können Spuren in erheblichem Maße vernichtet werden", sagte Polizeisprecher Harald Schumacher.
Über das Opfer ist bislang nur wenig bekannt. Anwohner beschreiben den Getöteten als zurückgezogen. "Die Rollläden waren immer geschlossen", sagte ein Nachbar. Der Mann soll höflich und zurückhaltend gewesen sein. 

 

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