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Budget für die Selbstverwaltung

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Zum ersten Mal in seiner über 30-jährigen Geschichte kann das selbst verwaltete Jugendhaus in der Langhansstraße über ein eigenes Budget verfügen. Sein Antrag auf Förderung der offenen Jugendarbeit wurde mit einem festen jährlichen Betrag von 1000 Euro vom Verwaltungsausschuss der Stadt positiv beschieden. Der Verein hat bislang nur die Bewirtschaftungskosten (Strom, Wasser, Gebäudeversicherung) und gelegentliche Unterhaltungsmaßnahmen von der Stadt bezahlt bekommen. Nicht aber die in Beilstein übliche Vereinsförderung nach den Richtlinien von 2007. Den laufenden Betrieb haben die Jugendlichen mit Hilfe von Förderern selbst gestemmt.
 

Notwendige Anschaffungen

Der Antrag der Jugendhausinitiative wurde jetzt im Gemeinderat beraten. Bürgermeister Patrick Holl sprach von "drei Blöcken", die die Jugendlichen schriftlich genannt hatten: Eine regelmäßige jährliche Förderung von 1000 Euro für den laufenden Betrieb. Ein einmaliger Zuschuss von 2500 Euro, der als Rücklage für eventuell verlustreiche Veranstaltungen dienen soll. Ein weiterer Zuschuss in Höhe von 2500 Euro, der aber nur bei dringend notwendigen Anschaffungen fällig werde.

In der Diskussion kristallisierte sich schnell heraus, dass das Jugendhaus nicht schlechter und nicht besser als andere Vereine gestellt werden sollte. Die Gemeinderäte waren grundsätzlich dafür, einen Zuschuss von jährlich 1000 Euro zu gewähren.
 

Kooperation

"Wir sind froh über das aktive Jugendhaus", meinte Rolf Büttner (SPD). Armin Maurer (CDU) fand es "super, dass das Jugendhaus auf die Verwaltung zugegangen ist". Gemeinderätin und Schulsozialarbeiterin Kerstin Strohl (FWV) kündigte eine Kooperation zwischen Jugendhaus und Gymnasium an. Oliver Kämpf (CDU) erinnerte daran, dass in früheren Jahren auch Angebote für Jüngere gemacht wurden. "Es gab zum Beispiel Töpfer- und Bastelkurse." Den Hinweis nahm Strohl als Anregung auf. Dietmar Rupp (FDP) räumte ein, dass das Jugendhaus mit seiner Selbstverwaltung der Stadt "schon viel Geld gespart hat". Andere Jugendhäuser in der Umgebung hätten Sozialarbeiter.
 

Jugendarbeit

Die weiteren Wünsche der Jugendlichen will der Gemeinderat wie bei den anderen Vereinen "vorhabenbezogen" entscheiden. Auf einen Zuschussantrag für ein bestimmtes Objekt folgt jeweils die Entscheidung im Gremium. Der erste Antrag lag bereits vor. Thomas Janotta (FWV): "Darüber müssen wir dann auch entscheiden." Die reparaturbedürftige Musikanlage unterstützt die Stadt deshalb mit weiteren 1000 Euro, sofern die Gesamtfinanzierung steht.

Und so fördert Beilstein die Vereine: Grundförderung: 100 Euro pro Jahr. Zusatzförderung nach Mitgliederzahl gestaffelt: bis 100 Mitglieder 250 Euro oder zum Beispiel bis 400 Mitglieder 1500 Euro. Zuschuss für Jugendarbeit: für bis zu 18 Jahre alte Mitglieder 8,50 Euro jährlich. Daneben stellt die Stadt das Mineralhallenbad und das Sportgelände unentgeltlich zur Verfügung.
                    

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