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Gegen Diskriminierung

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"Sei wie ein Panda. Er ist weiß, schwarz und ein Asiate." Auf dem Foto, zu dem dieser Spruch gehört, sind zwei Mädchen zu sehen. Das nächste Bild hängt nur einige Meter weiter. Der Spruch dazu: "Ich bin kein Ausländer. Ich bin kein Inländer. Ich bin Mensch." Vier Mädchen schreiben beim nächsten Foto in die Kamera. Es heißt: "Laut gegen Gewalt".

Die Aktion zu den Fotos: "Geh Ran − Wir packen es an gegen Gewalt und Rassismus". Schüler der Klassen fünf bis neun der Creutzfelder-Schule hatten passend dazu Szenen dargestellt und sich ablichten lassen. Nun wurden sie für ihr Engagement mit dem ersten Platz beim Vielfaltspreis der Jugendstiftung Baden-Württemberg ausgezeichnet. "Egal welcher Nation wir angehören, wir sind Freundinnen und es bleibt auch so", sagte Sera Aykurt über sich und ihre Freundinnen bei der Überreichung der Urkunde und des Preisgeldes von 1000 Euro.
 

Taten müssen folgen

Es sei eine Herzensangelegenheit der Stiftung, das Engagement der Jugendlichen zu fördern, sagte Nicole Agoston, die auch den Preis überreichte. Unter den insgesamt 33 sehr vielfältigen Bewerbungen − darunter ein Schauspiel oder auch ein Musikfestival − habe der Jury das Projekt der Creutzfelder-Schule besonders gefallen, weil es mit relativ einfachen Mitteln große Aussagekraft besitze.

Pfedelbachs Bürgermeister Torsten Kunkel fand es "schön zu wissen, dass die Schüler über den Tellerrand hinausschauen. Ihr Jugendlichen seid viel besser als manche uns glauben machen wollen". Die neue Schulleiterin Elke Häußler lobte ebenfalls die Arbeit ihrer Schüler und wies gleichzeitig darauf hin, dass es nicht nur leere Worte bleiben dürften. "Die Fotoausstellung ist ein kleiner Schritt. Jeder muss das Thema aber selbst leben und es mit Leben füllen."

Das Projekt war bereits vor der Ausschreibung des Wettbewerbs durch die Jugendstiftung geplant. "Die Idee kam im letzten Sommer. Ich habe überlegt, mit welchem Thema man möglichst alle erreichen kann", sagt Schulsozialarbeiterin Janina Maieron. Bis in den Herbst hinein habe man dann in den Projektgruppen die Vorarbeit geleistet, ehe im Oktober die Fotos gemacht wurden.
 

Themen auf dem Schulhof

Vor allem die Zusammenarbeit der Schüler aus den verschiedenen Klassenstufen habe Maieron beeindruckt. Zudem scheint das Projekt auch im Nachhinein Früchte zu tragen. "Die Schüler, die mitgemacht haben, versuchen heute noch aktiver solche Themen im Schulhof anzusprechen und in entsprechenden Situationen auch zu schlichten", sagt Maieron. Momentan nimmt die Schule mit dem Projekt an einem weiteren Wettbewerb der Bertelsmann-Stiftung teil. Bei der Internetabstimmung zu "All Kids are VIP" können sie dann zwar kein Geld gewinnen, dafür winkt aber ein Tag mit prominenten Botschaftern wie Ex-Fußballer Gerald Asamoah, Comedian Bülent Ceylan oder Moderator Daniel Aminati.

Der Einsatz gegen Gewalt und Rassismus ist für die Schüler der Creutzfelder-Schule mit dem Preis noch nicht beendet. Mit dem Geld wollen sie auch in Zukunft ähnliche Projekte starten und weiter auf das Thema aufmerksam machen.
         

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