Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Amerikareise mit Tuba und Co.

zurück zur Übersicht
Es wird ein aufregender Sommer: Die Gemminger Blaskapelle plant eine Konzertreise in die USA. Die Flüge sind gebucht, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: "In diesem Stil haben wir so was noch nie gemacht", sagt Vereinsvorsitzender Andreas Wild. 48 Personen sind dabei, im Alter von fünf bis 71 Jahren. Die Rundreise führt die Gemminger vom 14. August bis zum 3. September in den Mittleren Westen der Vereinigten Staaten.

Die Route führt die Musiker von Detroit über Chicago und Milwaukee, an den großen Seen entlang bis zu den Niagarafällen und nach Pittsburgh, die Instrumente immer griffbereit: "Jeden Tag gibt es mindestens einen Auftritt", erzählt Wild. Der Verein reist mit drei Formationen: Blaskapelle, Schlossberg Musikanten, und die Stimmungsmacher der Oktoberfestmusiker treten auf. Gespielt wird in Gasthäusern, Clubs und bei Veranstaltungen, übernachtet möglichst bei Privatpersonen.
 

Jugendaustausch

Für die Organisation vor Ort hat Jörg Höfer extra eine Amerikanerin ins Boot geholt, die sich um alles kümmert. Er war es, der vor Jahren die Kontakte in die USA initiiert hat. Höfer pendelt privat und beruflich zwischen Stebbach und Detroit, der Jugendaustausch liegt ihm am Herzen: Zweimal waren die Musiker aus dem Blue-Lake-Sommerlager in Michigan schon im Kraichgau zu Gast, in diesem Jahr soll der Austausch erstmals in die andere Richtung gehen: "Vielleicht kann man das regelmäßig machen", hofft Andreas Wild. Immerhin haben sich die Blue-Lake-Musiker schon für 2015 in Gemmingen angekündigt.

Jörg Höfer ist nicht nur Ideengeber, sondern auch Hauptsponsor der Reise. Jeder Teilnehmer leistet einen eigenen finanziellen Beitrag, Unterstützung brauchen die Musiker für ihr Projekt dennoch. Firmen wie Audi haben den Gemmingern zwar einen Korb gegeben, erzählt Andreas Wild, aber er ist weiterhin auf Sponsorensuche. Bei ihm laufen die Fäden zusammen. "Es ist ein großer organisatorischer Aufwand", sagt der Blaskapellenchef. T-Shirts müssen noch bedruckt, Visaanträge ausgefüllt werden. Und jede Menge Probenarbeit steht an: "Das Programm muss stehen, die Show muss passen", sagt der Trompeter. Von deutschen Volksliedern bis zu amerikanischen Märschen reicht das Repertoire. Zwei Probenwochenenden sind bereits fest eingeplant. Die Stücke werden bereits am 10. Mai beim Frühlingsfest zu hören sein, vorher erscheint eine CD der Blaskapelle. Der Auftritt beim Parkfest im Juli gilt als Generalprobe.
 

Mit Notenständer und Tuba

Die Musiker waren von Anfang an begeistert: "Leute kennenlernen und das Land sehen", darauf freut sich Meike Reber. Die 15-Jährige hat ihr Saxophon im Gepäck. Lena Rößler reist mit Klarinette, die 20-Jährige hat im vergangenen Jahr eine Amerikanerin beherbergt und freut sich auf den Gegenbesuch. Nur vor dem langen Flug nach Detroit hat sie Respekt, die Reise beginnt allerdings erstmal im Bus, der alle nach Frankfurt bringt.

Dort wartet die erste Hürde: Gepäck samt Instrumenten einchecken. Bei einer Kapelle aus Calw habe man sich Tipps für den Transport von Tuba, Trompete und Co. geholt, so Wild. Immerhin leihen die Gemminger sich Notenständer und Schlagzeug in den USA.
              

Galerien

Regionale Events

Digitale Azubimesse

Mehr als 50 Unternehmen stellen von 14. bis 20. Februar 2022 ihr Aus- und Weiterbildungsangebot digital vor.

Neuer Impfpunkt

Die Stadt Heilbronn ergänzt ihr Impfangebot um die Harmonie.