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Geschlossener Campus

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"Der gordische Knoten ist durchschlagen", sagte Claus Schmiedel, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag, gestern in Künzelsau. "Die im Zuge des Ausbauprogramms 2012 aufgebauten Studienplätze bleiben dauerhaft erhalten", so Schmiedel.
 

Unbegrenzt

Dauerhaft heißt: Die Finanzierung wird über den normalen Landeshaushalt erfolgen - "ohne zeitliche Grenzen". Damit hat die Außenstelle der Hochschule Heilbronn 115 Studienplätze, die ihr nur befristet zugesagt worden waren, für die Zukunft sicher. Zehn Millionen Euro vom Land: Das hätte gereicht, um diese Plätze neun bis zehn Jahre zu finanzieren, wie noch im November 2013 bei der 25-Jahr-Feier der Hochschul-Außenstelle kolportiert worden war.

Aber das Land macht noch mehr Zugeständnisse. Um die Vision von einem neuen Campus am Fluss zu verwirklichen, muss die Hochschule Grundstücke kaufen. Dabei geht es zunächst um die Verbindung zwischen A- und E-Bau. Dort - vom völlig veralteteten B-Bau bis zu jenem Gebäude, in dem die Arbeitsinitiative Hohenlohe (AIH) untergebracht ist - besteht der größte Handlungsbedarf. Schmiedel kündigte an, das Land werde 50 Prozent der Grundstückskosten übernehmen, "wenn man mit dem Eigentümer in den Verhandlungen zu einem angemessenen Preis kommt". Davon war bisher nie die Rede gewesen.
 

Nutzung

Der SPD-Fraktionschef sagte weiter, die Hochschulleitung habe "bekräftigt, den Standort Künzelsau im Gleichklang mit der Gesamthochschule weiter zu entwickeln". Dazu gehörten auch neue Studiengänge. Es herrsche "große Übereinstimmung", zum Nutzen regionaler Industrieunternehmen in Richtung "Maschinenbau 4.0" zu gehen, das heißt: "IT-Komponenten mit Maschinenbau zusammenzubringen". Parallel dazu solle der "Forschungsaustausch" intensiviert werden. Die Voraussetzungen würden geschaffen, "um dort auch promovieren zu können". Beim "Sprung in ein neues Maschinenbauzeitalter" könnte sich der Standort Künzelsau damit als "kompetenter Partner" zeigen.

Schmiedel kündigte an, beim Ausbau der Masterstudiengänge in Baden-Württemberg darauf zu achten, "dass das regionale Ungleichgewicht nicht weiter auseinander driftet". Er meinte damit ländliche Gebiete wie Hohenlohe. "Unser mittelfristiges Ziel ist, hier eher an den Durchschnitt des Landes heranzukommen", sprich: die Zahl der Studienplätze weiter zu erhöhen. Jürgen Schröder, Rektor der Hochschule Heilbronn, hat nun "große Hoffnung, dass wir bis Ende dieses Jahrzehnts einen großen Schritt getan haben". Der Masterplan zum Ausbau Künzelsaus stehe, "wir machen, was wir können, um die Vision vom Campus am Fluss entstehen zu lassen". Jetzt gehe es darum, zwischen dem A- und E-Gebäude eine durchgängige Einheit zu schaffen.
 

In der Pflicht

Mit den zehn Millionen von Würth sollen neue Gebäude und Parkplätze gebaut werden. Der Masterplan wird nun abgearbeitet, "Schritt für Schritt", so Helmut M. Jahn, Generalbevollmächtigter der Stiftung Würth. "Insgesamt kostet der Ausbau nach diesem Plan natürlich mehr, als wir zur Verfügung stellen können." Er sieht das Land aber in der Pflicht: dauerhaft. Professor Harald Unkelbach, Chef der Stiftung Würth, will "möglichst zügig an die Umsetzung gehen". Er hat bereits "kreative Lösungen" im Blick, an denen sich "der Kreis oder die Stadt beteiligen könnten - so, wie wir das beim E-Bau gesehen haben".
                   

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