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Herzlichen Glückwunsch, Robert!

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Mensch Mayer! So schön kann Schule sein. Mit einer fulminanten Geburtstagsfeier ließen Eltern, Lehrer und vor allem Schüler des Heilbronner Robert-Mayer-Gymnasiums ihren Namensgeber hochleben. Die große Feier mit 600 Besuchern im Theodor-Heuss-Saal der Harmonie bildete einen letzten Höhepunkt des ausklingenden Jubiläumsjahrs 200 Jahre Robert Mayer.

So freuten sich in der ersten Reihe auch etliche Ehrengäste – von Kulturbürgermeisterin Agnes Christner über Stadtarchivdirektor Christhard Schrenk und Bürgerstiftungsvorstand Rudolf Senghaas – über einen ebenso würdigen wie witzigen und vor allem musikalischen Abschluss des im Februar begonnenen Robert-Mayer-Veranstaltungs-Reigens. "Wohl der Schule, die solche Schüler, Lehrer und Eltern hat." So brachte der stellvertretende Schulleiter Ernst Weis nach 90 Minuten und etlichen Beifallsstürmen die Feier auf den Punkt.

Dass die Oberrealschule, respektive das Realgymnasium vor genau 75 Jahren im Zuge einer nationalsozialistischen Strukturreform auf den größten Sohn der Stadt getauft wurde, gab Moderator Weis gleich zum Auftakt zur Kenntnis – um danach spielerisch und elegant andere Bezugspunkte anzutippen. An dem "Höchsten der Heilbronner Gymnasien" lasse sich zwischen der Turnhalle im Untergeschoss und dem Kunstraum im dritten Stock locker die Umwandlung von Bewegungs- in Wärmeenergie nachvollziehen, aber auch die Fallgesetze der Physik. Die berühmteste Absolventin genoss im Jahre 1922 sogar bei ihrem Verwandten Albert Einstein aus Ulm Nachhilfeunterricht – um zehn Jahre später als Jüdin in die USA fliehen zu müssen und dort zur Autorin zu avancieren: Victoria Wolff.

 

Seminar


Mayer selbst hatte das Karlsgymnasium besucht, also das heutige Theodor-Heuss-Gymnasium, sowie das Schöntaler Theologenseminar. Dass der Apothekersohn ein eher mittelmäßiger Schüler war, zeigte Weis anhand dessen Original-Zeugnis auf. Ob ihm Schule und Leben leichter gefallen wären, hätte es damals schon "sein" mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium gegeben? Das ließ Weis lieber "dahingestellt".

Beim Festabend zeigte sich das RMG von seiner musikalischen Seite und spannte den Bogen von der Klassik über Pop-Songs bis zum funkigen Tanz-Video. Im ersten Teil gab das Schulorchester Camille Saint-Saëns "Große zoologische Fantasie Karneval der Tiere" – unter der Leitung von Steffen Utech und Claus Kühner. Mit ausgesprochen witzigen Zwischentexten, verfasst vom musikalischen Mathematiker Claus Kühner, stellten vier Rezitatoren zwischen den 14 kurzen Sätzen geistreiche Bezüge zwischen Tierarten sowie Lehrern und Schülern her. Hühner, Hähne, Löwen, Elefanten, Esel und andere Plüschtiere waren dezent auf der Bühne verteilt.

 

Witziges Video


Zwischendurch hieß es immer wieder "Happy Birthday": in zwei Dutzend Sprachen vom italienischen "Buon Compleanno" um die Welt zum Schweizerdeutschen "Aus Guetä zum Geburi": aus den Mündern von Kindern, die ihre Grußkarten in Anspielung auf Mayers große Forschungsreise an ein Schiffsmodell hefteten. Dem Höhepunkt entgegen segelte die Feier schließlich mit den "Chor-Kids" und den "Chor-Teens"; Leitung: Utech und Gabriel Zinser. Beim umgetexteten WM-Song "An Schulen wie diesen" und bei der "Viva la Vida"-Version heizte die Schulband die Stimmung zusätzlich an. Durch die selbst gedrehte Video-Version von Pharrell Williams "Happy" ließen sich zum Finale fast alle anstecken, auch die wenigen Gäste, die sich nicht auf der Leinwand entdeckten.


 

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