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In Kurven wird es etwas enger

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Philip Rau ist zufrieden. "Der Neue fährt sich gut." Am Freitag hat der Busfahrer einen von zwei neuen Stadtbussen auf der Strecke getestet. Am Samstag haben Oberbürgermeister Thilo Michler, NVH-Werkleiter Roland Braun und Thomas Lidle, Geschäftsführer des Busunternehmens Hütter, das neue Fahrzeug in den Öhringer Stadtfarben Rot-Weiß und mit Stadtschlüssel präsentiert. Am gleichen Tag wurde der Bus, der laut Lidle rund 250 000 Euro plus Mehrwertsteuer kostet, offiziell in Dienst gestellt. Der zweite neue Mercedes-Bus soll in rund vier Wochen folgen.

 

Dritte Generation


Sie ersetzen zwei der drei bisherigen Öhringer Stadtbusse, die seit rund zehn Jahren im Einsatz sind. Mittlerweile sind sie die dritte Generation. "Zu den Alten sind die Neuen ein Quantensprung", meint Lidle. Zertifiziert mit dem Blauen Engel sollen die nach wie vor mit Diesel angetriebenen Motoren durch ein neues Filtersystem die beste Abgasnorm erfüllen. Der Hersteller behaupte, so Lidle, "dass die Luft, die hinten rauskommt, besser ist als die, die vorn angesaugt wird." Bixenon-Scheinwerfer, Kurvenlicht, elektronisches Stabilitätsprogramm, Rekuperationsmodul und elektropneumatisches Bremssystem sind nur einige der technischen Neuerungen der dritten Stadtbus-Generation. Und die beiden neuen Busse sind rund 25 Zentimeter breiter und einen halben Meter länger als ihre Vorgänger. "Das hört sich nicht so viel an, man merkt es aber doch", weiß Lidle. Damit der größere Stadtbus um die Kurve kommt, müsse an der Verbindung vom Nussbaumweg ins Rappenhäusle künftig die dortige Schranke durch absenkbare Poller ersetzt werden, sagt OB Michler. "Wenn die Schranke nicht wäre, würden alle von hinten her ins Rappenhäusle fahren", erklärt er die Notwendigkeit der Sperre.

 

Elektroantrieb?


Eines ist jetzt schon klar. Zusätzlich zu den drei derzeitigen Stadtbussen müssen für die Landesgartenschau 2016 noch drei weitere Busse im Pendelverkehr zum Einsatz kommen. Angedacht sind drei geräuscharme und umweltfreundliche Elektrobusse. Sie könnten nach der Gartenschau die mit Diesel angetriebenen Stadtbusse ablösen, die der NVH dann im Linienverkehr einsetzen würde. Die Entscheidung für die Elektrobusse ist aber wie so oft eine Frage des Geldes. "Ohne Zuschuss wäre es unwirtschaftlich", sagt Michler. Ein solcher wird im Rahmen des Elektromobilitätsprogramms des Landes erwartet. Die Mehrkosten der Anschaffung sollen sich zudem durch den eingesparten Energiepreis finanzieren. "Es sollte null auf null aufgehen", so der OB. Die Entscheidung Pro oder Contra Elektrobusse wird letztendlich der Gemeinderat zu treffen haben.

 

Inspiziert


Kaum in der Poststraße vorgefahren, zieht der neue Bus am Samstag jedenfalls schon viele Blicke auf sich. Der eine oder andere Passant inspiziert ihn gleich von innen. Auf seine Kinderwagentauglichkeit testet ihn OB-Gattin Jutta Michler. Flankiert von ihren Töchtern Carla und Mila und Sohn Immanuel, schiebt sie das Gefährt mit Töchterchen Marlene durch die Bustür. "Das passt". 


 

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