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Streik trifft jetzt Flugreisende

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Bittere Pille für Pendler und Urlauber: Nach dem Ende des Lokführerstreiks haben Reisende im Südwesten am Donnerstag mit Flugausfällen zu kämpfen gehabt. Wegen eines Streiks von Piloten der Fluggesellschaft Germanwings wurden allein am Stuttgarter Airport mehr als 40 An- und Abflüge gestrichen, wie eine Sprecherin sagte. Betroffen waren jeweils 21 Flüge, die dort starten und landen sollten.

Hintergrund ist ein bundesweiter Arbeitskampf. Der Streik war von 12 Uhr bis Mitternacht angekündigt. Am Bodensee-Airport waren jeweils ein An- und Abflug betroffen. Reisende des Baden-Airparks konnten indes unbesorgt sein: Germanwings-Flüge werden dort über Eurowings abgewickelt und somit nicht bestreikt.

In Stuttgart waren Verbindungen zwischen der Landeshauptstadt und Berlin, Hamburg, Dresden sowie Hannover den Angaben zufolge betroffen - ebenso drei Flüge ins europäische Ausland. Am Freitag dürfte es nach Angaben der Sprecherin des Flughafens Stuttgart voraussichtlich aber zu keinen weiteren Ausfällen kommen.

 

Lokführer


Erst am Vortag hatten die Lokführer im Rahmen eines bundesweiten Tarifstreits die Arbeit von 14 Uhr an für 14 Stunden ruhen gelassen. Mehrere Züge ab dem Heilbronner Hauptbahnhof fielen aus. Auch auf den Stadtbahnlinien S4 und S42 kam es vereinzelt zu Ausfällen und Verspätungen.

Laut AVG-Sprecherin Sarah Breuer wurde versucht, Behinderungen durch Änderungen im Schichtplan so gering wie möglich zu halten. 

Am Donnerstag lief der Bahnverkehr aber wieder weitgehend normal. Nur vereinzelt kam es noch zu Ausfällen und Verspätungen.

Ob weitere Streiks eventuell am Wochenende drohen, wollte GDL-Chef Claus Weselsky nicht sagen. "Wir kündigen jede Arbeitskampfmaßnahme rechtzeitig an", sagte Weselsky dem "Tagesspiegel" (Mittwoch). Er vertrat zudem die Ansicht, die GDL habe die Fahrgäste der Bahn rechtzeitig vor den Streiks. "Am Vorabend 18 Uhr ist rechtzeitig, wenn die Streiks um 14 Uhr beginnen", sagte er.

Die Bahn kritisierte den Streik als völlig unverständlich. Die GDL will das Unternehmen damit im laufenden Tarifkonflikt zu Zugeständnissen zwingen. Sie betonte, ihrerseits zu Kompromissen bereit zu sein. Die GDL verlangt die Beschäftigten fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. Sie will zudem auch für das übrige Zugpersonal verhandeln. 


 

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