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Frischer Wind

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Bis zum Beginn des Weihnachtsmarkts Ende November soll das Gerüst abgebaut sein. Bis dahin werden noch die Fassaden zum Marktplatz und zur Rosengasse frisch gestrichen. Knapp zwei Jahre haben die Bauarbeiten am Heilbronner Käthchenhof gedauert. Mit dem Bau will die Stuttgarter GWG-Gruppe als Eigentümerin neues Leben in das Gebäude bringen. Sieben Millionen Euro wurden insgesamt in die Umgestaltung innen wie außen investiert.

Herzstück der Neuausrichtung ist das Gesundheitszentrum. Das Obergeschoss wird künftig von fünf Arztpraxen und einem Dentallabor genutzt, ein gläserner Aufzug führt in das obere Stockwerk. In der urologischen Gemeinschaftspraxis mit sechs Ärzten auf 600 Quadratmetern herrscht bereits reger Patientenverkehr, die Praxis war bislang im Wollhaus. Auch die beiden Internisten, früher in der Sülmerstraße, und der Zahnarzt, der vom K 3 in den Käthchenhof gewechselt ist, haben bereits ihre Praxen geöffnet.

Im November startet eine Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, die bisher an der Allee ansässig war. Für die verbleibende 280 Quadratmeter große Praxisfläche, die auch teilbar ist, "sind wir im Gespräch", berichtet Christian Reißing, Mitglied der GWG-Geschäftsleitung.

 

Profil


Durch das neue Gesundheitsprofil sollen Besucher künftig wissen, wofür der Käthchenhof steht, erklärt Reißing. Die Marktanalyse vor dem Umbau hatte ergeben, dass das Profil mit einem Mix aus Einzelhandel und unterschiedlichen Dienstleistungen zu beliebig war. Mit dem Schwerpunkt hat die GWG offenbar richtig gelegen: Die Nachfrage seitens der Ärzte nach modernen Räumen sei gut gewesen: "Unsere Flächen waren relativ schnell vermietet." Auch das neue Marra-Haus an der Kaiserstraße setzt der gewerblichen Nutzung unter anderem auf Arztpraxen.

Mit täglich mindestens 1000 zusätzlichen Besuchern rechnen Reißing und Geschäftsstellenleiterin Heide-Rose Tittes für den Käthchenhof: "Die Besucherströme werden wachsen." Frequenzmangel war bislang einer der Hauptprobleme in dem 1986 errichteten Gebäude. Von steigenden Besucherzahlen sollen auch die Einzelhändler in der Ladenpassage profitieren – wer zu einer der Praxen möchte, kommt automatisch durch die Passage. 

Zudem will die GWG im Erdgeschoss auf den noch freien Flächen "ergänzende Gesundheitsdienstleistungen" anbieten. Bereits geöffnet hat die Apotheke, die bislang nur von der Kaiserstraße aus zu erreichen war, und die ihre Fläche in die Passage hinein erweitert hat.

Bereits im Februar war der seit 2011 ansässige Supermarkt Bio-Mammut für 600 000 Euro renoviert worden. Das Kaffeehaus Excellent öffnete im Frühjahr 2013. In der Passage und im Obergeschoss fehlen noch Sitzgelegenheiten und Pflanzen "für mehr Aufenthaltsqualität". Im Frühjahr werden die Fassaden an Gerber- und Kaiserstraße gestrichen – nach dem städtischen Farbkonzept in Onyx, Lachs und Ferro.



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