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Zugverkehr wird lahmgelegt

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Im Tarifstreit mit der Bahn will die Lokführergewerkschaft GDL den Zugverkehr in Deutschland am Wochenende komplett lahmlegen. Die Züge sollen ab 2 Uhr am frühen Samstagmorgen stehen bleiben - Im Fern-, Regional- sowie S-Bahnverkehr. Im Güterverkehr soll der Ausstand bereits am Freitag um 15 Uhr beginnen. Das Ende der Streiks ist für Montagmorgen um 4 Uhr geplant.

Von den Arbeitsniederlegungen ist ab Samstag auch wieder der Stadtbahnverkehr in der Region betroffen. Nach Angaben der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), die auch Lokführer der Deutschen Bahn im Einsatz hat, kann es auf den Linien S4 und S42  zu vereinzelten Zugausfällen und Verspätungen kommen. 

 

Fußballfans organisieren Fahrgemeinschaften


Der Streik könnte am Wochenende für viel Chaos und Frust bei Fahrgästen sorgen. In sieben Bundesländern beginnen am Wochenende die Herbstferien. Ein großer Teil des Verkehrs könnte sich auf die Straßen verlagern.

Mietwagen sind in Heilbronn zum Beipiel kaum noch zu bekommen. Eine Mitarbeiterin von Europcar in Heilbronn bestätigt am Freitagmorgen: "Der Bahnstreik macht sich bei uns bemerkbar. Wir haben deutlich mehr Reservierungen für dieses Wochenende."

Auch viele Fußballfans steigen wohl auf ihre Autos um, wenn am Samstag der VfB Stuttgart zu Hause gegen Leverkusen spielt. "Für gewöhnlich fahren wir mit dem Zug nach Stuttgart. Dieses Wochenende werden wir aber auf Privat-Autos umsteigen", erzählt Tapio Ferdinand, Präsident des VfB-Fanclubs "Leintal Power".

 

Forderungen der Lokführer


GDL-Chef Claus Weselsky forderte die Deutsche Bahn auf, "endlich ihre Blockade auf dem Rücken ihrer Kunden zu beenden und mit der GDL zügig über die vorliegenden Tarifverträge für das Zugpersonal zu verhandeln“. Er fügte hinzu: "Der Arbeitgeber weiß, dass wir bereit sind, bei den inhaltlichen Verhandlungen auch Zugeständnisse zu machen." Eine Tarifeinheit sei mit der GDL aber nicht machbar.

Die Gewerkschaft verlangt fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. Vor allem aber will sie für das übrige Zugpersonal verhandeln. Die Bahn will hingegen verhindern, dass die GDL auch die Rechte der Zugbegleiter, Bordgastronomen und Disponenten vertritt.

 

Streik am Mittwoch 


Bereits am Mittwoch kam es bei einem 14-stündigen Streik der Lokführer vor allem im Fernverkehr und vereinzelt bei Regionalzügen zu Ausfällen und Verspätungen. Mehrere Züge ab dem Heilbronner Hauptbahnhof fielen aus. Auch auf den Stadtbahnlinien S4 und S42 kam es vereinzelt zu Ausfällen und Verspätungen. 


Die Bahn informiert auf ihrer Homepage über aktuelle Abfahrtszeiten, Verspätungen und Ausfälle


 

 

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