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Ein einfacher Test zur Erkennung eines Schlaganfalls durch Laien kann Leben retten und bleibende Schäden vermeiden: Man muss nur beurteilen, ob ein Patient normal lächelt, beide Arme heben und halten und einen einfachen Satz verständlich formulieren kann. Sollte dies nicht der Fall heißt, heißt es für die Helfer schnell zu reagieren und den Patienten einer sachgerechten Versorgung zuzuführen, um so möglichen Schaden abzuwenden. Bei solchen Symptomen ist umgehend der Rettungsdienst unter Telefon 112 zu alarmieren.

 

Durchblutung


In seinem Vortrag zum Thema "Schlaganfall" macht Matthias Kramer, Chefarzt der Inneren Medizin II am Hohenloher Krankenhaus, immer wieder eindringlich darauf aufmerksam, dass es nur bei sofortiger Behandlung möglich ist, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Nur durch sofortige richtige Behandlungsmethoden gelinge es, die Gehirnzellen wieder zu durchbluten und zu reaktivieren. Eine neurologische Untersuchung, Computertomographie und Kernspint zeigten auf schnelle Weise den Schweregrad des Schlaganfalls auf. 

 

Behandlung


Mit einer lokalen Lysetherapie könne der Gefäßverschluss behandelt werden, der zu dieser kritischen Durchblutungsstörung geführt habe. Über einen Katheter, der über die zuführende Arterie in das verschließende Blutgerinnsel eingebracht werde, erfolge die Gabe eines Medikaments über eine unterschiedlich lange Zeit. Innerhalb der ersten drei Stunden nach einem Gefäßverschluss sei eine Lysetherapie am erfolgreichsten. Typische Symptome für einen Schlaganfall seien Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bewusstseinstrübungen und vor allem Lähmungen, so Kramer.
 


Folgen


Beim Schlaganfall handele es sich um eine plötzliche Unterbrechung der Durchblutung ins Gehirn durch ein Blutgerinnsel in einer Arterie oder einer Gehirnblutung. Die Folgen des arteriellen Gefäßverschlusses würden davon abhängen, welcher Teil des Gehirns von dem betroffenen Blutgefäß mit Sauerstoff unterversorgt wird. So könnten Sprach-, Schluck- und Sehstörungen sowie halbseitige oder teilweise Lähmungen die Folge sein. Diese Funktionseinbußen des Gehirns bildeten sich oftmals nur mühsam über einen langen Zeitraum oder auch gar nicht mehr zurück. 

Das Schlaganfallrisiko nehme mit dem Alter zu, so Kramer. "Über 80 Prozent der Betroffenen sind über 60 Jahre alt." Schlaganfall sei nach Herzinfarkt und Krebs die dritthäufigste Todesursache


 

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