Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

35-stündiger Pilotenstreik

zurück zur Übersicht
Der bundesweite Lokführerstreik ging in der Nacht zu Montag zu Ende - die Deutsche Bahn rechnet aber auch im Laufe des Tages noch mit Ausfällen und Verspätungen. "Nach so einem langen Streik ist das auch nicht verwunderlich. Ich glaube, das ist auch den Kunden klar", sagte eine Bahnsprecherin.

Doch nach dem Streik ist vor dem Streik: Zum Wochenbeginn müssen sich auch die Lufthansa-Passagiere auf Ausfälle und Behinderungen einstellen: Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) kündigte einen 35-stündigen Pilotenstreik bei Europas größter Airline an. Er soll am Montag (13.00 Uhr) beginnen. Betroffen seien Kurz- und Mittelstreckenflüge

Am Landesflughafen in Stuttgart starten am Nachmittag gewöhnlich drei Flüge nach Frankfurt und zwei nach München.

 

Geduldsprobe


Unterdessen hat der bundesweite Lokführerstreik am Wochenende auch Reisende im Südwesten auf eine harte Probe gestellt. Viele mussten lange auf ihre Züge warten und ärgerten sich über Verspätungen. Es gab aber auch Verständnis für die Situation. Der Ersatzverkehr habe in Baden-Württemberg gut funktioniert, sagte eine Bahnsprecherin am Sonntag in Berlin. In Stuttgart fuhren allerdings am Sonntag gar keine S-Bahnen mehr. Sie blieben in der Landeshauptstadt von 0 Uhr an für 24 Stunden in den Depots. Auch die Stadtbahnen in der Region waren teilweise vom Streik betroffen. 

"Im restlichen Regionalverkehr kriegen wir in Baden-Württemberg eine Quote von rund 30 Prozent hin." Auf vielen Regionallinien fuhren keine Züge, etwa auf der Strecke Rottweil-Donaueschingen, Tübingen-Herrenberg sowie Friedrichshafen-Singen. Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, kündigte derweil eine siebentägige Streikpause ab Montag an. Die Gewerkschaft verlangt, neben den Lokführern auch für das übrige Zugpersonal wie Zugbegleiter oder Bordgastronomen zu verhandeln.

 

Alternativen


Viele Reisende sahen sich am Wochenende notgedrungen nach Alternativen zur Bahn um - sie stiegen in einen Fernbus oder nahmen ein Taxi. "Die Bahn ist unser Konkurrent, der Streik ist also gut für uns", sagte ein Taxifahrer am Stuttgarter Hauptbahnhof.

Die Reisenden reagierten unterschiedlich. "Grundsätzlich ist Streik nichts Schlechtes, aber gerade an diesem Wochenende, das ist unverständlich", sagte eine 50-jährige Pendlerin, die von Stuttgart nach Baden-Baden wollte. "Gestern Abend hieß es noch, dass unser Zug fahren würde, und jetzt stehen wir hier, und er kommt nicht." Eine 20 Jahre alte Logistikerin hatte mehr Verständnis. "Der Streik war angekündigt, deshalb ist er gerechtfertigt", sagte sie in Stuttgart. Ein Elektriker auf dem Weg nach Tübingen betonte: "Die Lokführer haben berechtigte Ansprüche. Dann kann ich auch damit leben, länger auf meinen Zug zu warten."


 

Galerien

Regionale Events

Digitale Azubimesse

Mehr als 50 Unternehmen stellen von 14. bis 20. Februar 2022 ihr Aus- und Weiterbildungsangebot digital vor.

Neuer Impfpunkt

Die Stadt Heilbronn ergänzt ihr Impfangebot um die Harmonie.