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Kleine Kerwen wollen punkten

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Die kleineren Orte und Gemeinden der Region haben es immer schwerer, die Mitbürger und andere Gäste zur Kerwe auf die Straße zu bekommen. In Siegelsbach und Eppingen-Rohrbach versuchte man daher schon beim Fest-Auftakt am Samstagnachmittag, neue Wege einzuschlagen. Mit unterschiedlichem Erfolg.

 

Wende vollzogen


In Rohrbach, so erzählte Ortsvorsteher Georg Heitlinger, sei die Kerwe noch vor vier Jahren ziemlich tot gewesen. "Seit wir sie aber vor drei Jahren völlig neu aufgestellt haben, ist richtig viel los." Wir, das ist der Ortschaftsrat des Eppinger Stadtteils, der die Kerwe nicht ad acta legen wollte. Eine Ausnahme, sagte Heitlinger, sei das vergangene Jahr gewesen. Damals sei das Wetter am Kerwe-Wochenende richtig schlecht gewesen.

"Zieh, zieh, zieh", schallte es bei der Ausgabe 2014 durch den Ort, als eine Tauzieh-Meisterschaft das Fest eröffnete. Viele kleine und große Mitbürger hatten sich eingefunden, die vier Vereins- und zwei Straßen-Mannschaften anzufeuern. Spaß hatten alle. Noch vor dem Gaudi-Wettbewerb nutzten die Kinder ausgiebig die Happy Hour der Karusselle. Später eröffnete dann im Rathaus eine Ausstellung mit Werken zweier Rohrbacher Künstler "Der Ortschaftsrat hat unsere Kerwe wirklich aufgewertet", fand Horst Löwe. "Vor ein paar Jahren hatte man wirklich noch Angst, sie würde ganz einschlafen."

Nicht ganz so erfolgreich war die Premiere eines Kindersachen-Flohmarkts als Kerwe-Auftakt in Siegelsbach. Der Elternbeirat des katholischen Kindergartens St. Maria hatte den Basar im Auftrag der Gemeinde optimal vorbereitet. 30 Stände mit Kleidung, Büchern, Spielsachen, Kindersitzen und Kinderwagen von Familien aus der Region hofften auf viele Käufer, ebenso ein langer Büchertisch der Leseraben und herbstliche Bastelangebote des Kindergartens. Der Käufer-Andrang indes blieb überschaubar, obwohl die Waren schier endlos schienen, die Verkäufer gern berieten, Kaffee und Kuchen bereitstanden und die Preise kaum zu unterbieten waren. Die acht und neun Jahre alten Leseraben Elin, Carolyn und Kira etwa gaben gern Leseempfehlungen. Unzählige Bücher bekamen die Leseraben geschenkt, andere waren zuviel für die Büchertausch-Telefonzelle vor dem Bürgerzentrum geworden.

 

Große Konkurrenz


Für den eher dürftigen Andrang beim Kerwe-Auftakt machten die meisten Aussteller und Besucher das schöne Wetter verantwortlich. Genauso wie die Tatsache, dass die Kerwe zeitgleich mit dem viel größeren Bad Rappenauer Oktoberfest stattfand. Doch die Neuerung gleich wieder verwerfen wollten die wenigsten. "Klar, es könnte ein bisschen besser laufen. Aber wenn etwas so neu ist wie dieser Flohmarkt, dann muss sich das eben erst einmal herumsprechen", fand Kerstin Hahn, die an einem Stand im Bürgerzentrum Ausgemustertes ihrer Kinder feilbot.



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