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Brandursache: Technischer Defekt

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Das Feuer war in der Nacht auf Montag in einer Küche im achten Stock ausgebrochen. Gegen 0.30 Uhr bemerkte ein Mann im siebten Stockwerk Rauch und verständigte die Feuerwehr. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, brannte die Küche komplett. Die Flammen schlugen ins Freie, berichtet Eberhard Jochim, der Kommandant der Heilbronner Feuerwehr.
 

Gerettete Personen 


Die Feuerwehr musste mehrere Personen retten, sagt Jochim. Die Helfer fanden eine Frau bewusstlos in der Brandwohnung. Über das Treppenhaus trugen sie die 58-Jährige nach unten. Sie kam lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus. Am Abend war ihr Zustand laut Polizei noch unverändert.

Auch zwei weitere Personen aus den beiden Nachbarwohnungen brachte die Feuerwehr in Sicherheit. Eine 52-Jährige konnte selbst nach unten laufen. Einen 70 Jahre alten Mann holten die Helfer über eine Drehleiter aus dem Haus. Die beiden erlitten Rauchgasvergiftungen. Insgesamt untersuchten die Rettungskräfte vor Ort in einem Notzelt 21 Personen. Ein Hund starb bei dem Brand.
 

Lange Nacht


Die Helfer der Feuerwehr erreichten den Brand im achten Stock nur schwer – über zwei Drehleitern und über das stark verrauchte Treppenhaus. Sie räumten von oben her fast alle der insgesamt 24 Wohnungen im Gebäude.

Gegen 1.15 Uhr hatten sie das Feuer gelöscht, sagt Achim Gruber, stellvertretender Kommandant der Heilbronner Feuerwehr. Für die Helfer und die Hausbewohner war es aber noch eine lange Nacht. Viele konnten erst gegen 4.30 Uhr in ihre Wohnungen in den oberen Stockwerken zurückkehren.
 

Brandursache geklärt


Bis dahin lüftete die Feuerwehr die Wohnungen und das Treppenhaus. Dann begleiteten Helfer die Hausbewohner zurück in ihre Wohnungen und überprüften die Räume. So lange stand vor Ort ein Bus der Heilbronner Stadtwerke bereit. Dort konnten die Leute sich aufwärmen. Vier Helfer der Feuerwehr hielten bis morgens um 8 Uhr noch Brandwache.

Beamte der Kriminalpolizei und ein Sachverständiger waren gestern den ganzen Nachmittag in der Brandwohnung, um Spuren zu sichern. Ein technischer Defekt hat allem Anschein nach den schweren Brand am Montag in Frankenbach verursacht. Nach Ermittlungen der Kriminalpolizei trat der Defekt an einer elektronischen Zuleitung zur Küche auf, sagt Yvonne Schmierer, Pressesprecherin des Heilbronner Polizeipräsidiums.

 

Mit Großaufgebot im Einsatz


Die Speyerer Straße in Richtung Kirchhausen war in der Nacht für mehrere Stunden gesperrt. Einsatzkräfte hatten dort unter anderem Zelte für die Erstversorgung aufgebaut. Knapp 30 Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdiensten waren vor Ort, außerdem ein Hubschrauber der Polizei.

Insgesamt waren etwa 150 Helfer im Einsatz. Die Feuerwehr rückte mit 94 Helfern an, von den Rettungsdiensten waren 53 Personen vor Ort, dazu vier Notärzte. Die Polizei war mit fünf Streifen und fünf Beamten der Kriminalpolizei im Einsatz. Laut Polizei verursachte das Feuer einen Schaden von rund 250 000 Euro. Die drei Wohnungen im achten Stock sind vom Rauch stark beschädigt. Eine der Wohnungen im Obergeschoss sei wieder bewohnbar, sagt Schmierer. Die beiden anderen Wohnungen müssen aber wohl renoviert werden. Auch einen Stock darunter, im siebten Stock des Gebäudes in der Kirchhausener Straße 8, riecht es immer noch nach Rauch und Ruß.

 

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