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Cross Skating gescheitert

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Sommer-Langlauf im Kraichgau? Die Cross-Skating-Strecken in Bad Rappenau, Kirchardt und Eppingen sollten es möglich machen. Zumindest erhoffte sich das die Touristikgemeinschaft Heilbronner Land. Doch die Anfang 2010 angelegten Strecken haben nicht die gewünschte Begeisterung gefunden.

 

Spekulation


Die Strecken wurden nach sportwissenschaftlichen, erholungsbezogenen und ökologischen Aspekten konzipiert. Tests im Vorfeld hatten gezeigt, dass die Infrastruktur "auch super gewesen" sei, erinnert sich Tanja Seegelke vom Heilbronner Land an die Anfänge des Modellprojekts, das mit Unterstützung der Sporthochschule Köln und dem Deutschen Skiverband umgesetzt wurde. Über die Gründe des Scheiterns kann sie nur spekulieren. "Die Buchungen waren da", weiß Tanja Seegelke, aber es haben viele Faktoren zusammengespielt.

Beispielsweise haben zwei Trainer Cross-Skating-Kurse angeboten, aber aufgrund von beruflichen Veränderungen mussten beide die Seminare aufgeben. Nun gibt es noch ein- bis zweimal im Jahr VHS-Kurse. "Ein weiterer Faktor, der eine Rolle gespielt hat, ist, dass das Thema Langlauf hier nicht so präsent ist wie beispielsweise in München", vermutet Tanja Seegelke. Als Vorbilder für Cross Skating gelten die Strecken in der bayrischen Landeshauptstadt und in Stuttgart.

In Bad Rappenau, Eppingen und Kirchardt gibt es insgesamt 14 verschiedene Routen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade haben. Sie sind in leicht, mittel und schwer eingeteilt und bieten für Anfänger sowie für Fortgeschrittene eine sportliche Herausforderung. Obwohl die erhoffte Begeisterung ausblieb, werden die vorhandenen Wegweiser und Infotafeln vorerst nicht abgebaut. "Die Strecken bleiben weiterhin beschildert, allerdings rechnet es sich wirtschaftlich nicht, das Projekt weiterhin finanziell zu unterstützen", sagt Tanja Seegelke.

 

Wanderstrecke


Auch Sabine Eggensberger von der Bad Rappenauer Touristikbetrieb GmbH berichtet von ähnlichen Erfahrungen. "Ich sehe auf den Strecken viele Leute laufen, walken, joggen oder wandern, aber Cross Skater sind so gut wie gar nicht unterwegs." Es sei zwar kein bahnbrechender Erfolg geworden, doch durch die Hilfe der Sporthochschule und des Deutschen Skiverbands hatten sie auch keinen allzu großen Aufwand. "Das Projekt schläft, aber dafür haben wir jetzt eine schöne Wanderstrecke", fügt Sabine Eggensberger hinzu. Laut dem Deutschen Skiverband wurde im Heilbronner Land das deutschlandweit erste Streckenkonzept für die Sportart Cross Skating umgesetzt. 


 

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