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Orkanartige Windböen

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Der erste richtige Herbststurm hat in der Nacht zum Mittwoch in ganz Baden-Württemberg Schäden verursacht und Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr ausgelöst. Mehrere Menschen wurden verletzt. Auf dem höchsten Berg Baden-Württembergs, dem 1493 Meter hohen Feldberg, fiel in der Nacht der erste Schnee der Saison -drei Zentimeter blieben liegen, meldete der Deutsche Wetterdienst in Stuttgart. Polizisten, Feuerwehrleute und der Rettungsdienst hatten überall im Land alle Hände voll zu tun. Orkanartige Windböen zogen über Teile Baden-Württembergs.

 

40 Einsätze in der Region


Auch über die Region sind am Dienstagabend heftige Sturmböen hingezogen. Nach bisherigen Informationen wurden keine Personen verletzt. Polizei und Feuerwehr rückten zu etwa 40 Einsätzen aus. Davon 20 im Stadt- und Landkreis Heilbronn, zwölf rund um Öhringen, vier im Neckar-Odenwald-Kreis und weitere vier im Bereich Bad Mergentheim.

Zahlreiche Bäume stürzten auf die Straßen. Dabei wurden nach aktuellem Stand mindestens drei Autos beschädigt

In Hüffenhardt im Neckar-Odenwald-Kreis riss der Sturm vom Anbau einer Kirche ein Blechteil in der Größe von fünf mal zehn Meter ab. Das Blech verhakte sich im Kirchendach. Nach ersten Schätzungen dürfte sich der Sachschaden auf rund 30 000 Euro belaufen. Mit Hilfe eines Autokrans sollen die Schäden im Laufe des Tages beseitigt werden.

In Heilbronn-Böckingen und -Neckargartach kam es nach Angaben der Feuerwehr zu sechs sturmbedingten Einsätzen. Blechverkleidungen von Gebäuden hielten den Windkräften teilweise nicht stand und lösten sich aus den Verankerungen. Selbst das komplettes Blechdach einer Doppelgarage wurde herausgerissen und gegen eine Hauswand geschleudert.

In Neudenau fiel nach Angaben eines Lesers für etwa 45 Minuten der Strom aus. Ob es dabei einen Zusammenhang mit dem Unwetter gibt, ist bislang unklar.

Über die Höhe des Gesamtschadens, den das Unwetter in der Region verursacht hat, kann die Polizei derzeit noch keine Angaben machen. 

 

Abgedeckte Dächer


Wie das Innenministerium mitteilte, kam es in allen Regierungsbezirken wegen umgestürzten Bäumen und Baustellenabsperrungen sowie herumfliegenden Gegenständen zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr. Zahlreiche Fahrzeuge, Gebäude und Stromleitungen wurden beschädigt.

Eine umfallende Eiche durchdrang in Aalen die Windschutzscheibe eines vorbeifahrenden Autos. Der 45-jährige Fahrer wurde schwer verletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Ein ebenfalls 45-jähriger Radfahrer wurde in Schwäbisch Gmünd von einem umstürzenden Baum getroffen und leicht verletzt.

Im Stadtgebiet Stuttgart kam es wegen umgestürzter Bäume zu Streckensperrungen der Stadtbahnen U3 und U14.

Ein Regionalexpress auf der Fahrt von Konstanz nach Karlsruhe kollidierte bei Triberg (Schwarzwald-Baar-Kreis) mit einem umstürzenden Baum. Der Baum durchtrennte zuerst die Oberleitung, riss einen Strommasten um und traf danach das hintere Zugdrittel. Keiner der 28 Passagiere wurde verletzt. Die Fahrgäste wurden durch die Feuerwehr vorübergehend in einem Gemeindehaus untergebracht, bevor sie ihre Fahrt mit einem Schienenersatzverkehr fortsetzen konnten. Die Bahnstrecke sollte bis Mittwochmittag gesperrt bleiben. In Wiernsheim (Enzkreis) evakuierten Einsatzkräfte eine Asylbewerberunterkunft für einige Zeit - 20 Menschen wurden in einer Sporthalle untergebracht.


 

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