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Musical "Streetlight"

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Clowns, Einrad-Fahrer, Jongleure und Artisten begrüßen die Besucher im Foyer der Sporthalle in Niedernhall. Gut 550 Zuschauer lockt das Musical "Streetlight" an. Mitwirkende sind die Klassen 7 bis 10 des Bildungszentrums Niedernhall (BZN). 

 

Eigenkomposition


Sirenengeheule, der Fluglärm eines Helikopters, Nebel und inmitten des Szenarios ein Schrei. Durch die Zuschauer geht ein Raunen. So beginnt die Akrobatik-Gruppe "Performance" und sorgt für lauten Applaus. Jetzt betritt Victoria Seibold die Bühne. Sie hat erst letzte Woche einen Song komponiert. Begleitet wird sie von Luca Katzor auf dem Bass. "You will survive on your own", lautet eine Liedzeile. Der Song ist gefühlvoll, geht unter die Haut und erntet am Ende standing ovations.

Bei der Premiere werden die Zuschauer durch ein Graffiti-Bühnenbild in die Szene eines Ghettos versetzt. Das BZN ist eine "Starkmacher -Schule" und veranstaltet in diesem Rahmen das Musical "Street light" mit der internationalen Band Gen Rosso. Alles steht unter der künstlerischen Leitung des Schweizers Beni Enderle und seines Kollegen Valerio Gentile. Die beiden haben mit "Gen Rosso" das Musical begleitet. Die Band besteht aus 18 Künstlern, die aus elf verschiedenen Ländern kommen.

Beni Enderle: "In Niedernhall habe ich eine ganz besondere Atmosphäre gespürt. Hier gibt es etwas, das die Schüler zusammenhält. In größeren Städten ist das schwieriger." Valerio Gentile erklärt auf die Frage, was ihn an diesem Projekt begeistert: "Hier gibt es keine Distanz. Wir möchten den Schülern zeigen, voneinander und miteinander zu lernen. Tanz, Musik und Theater verbindet viele Menschen."

Die Schüler können aus verschiedenen Workshops wählen: Licht-und Soundtechnik, Streetdance, Gesang und Akrobatik sind nur einige davon. Jeder Workshop wird von einem Coach der Band begleitet. Insgesamt stehen 295 Schüler auf oder hinter der Bühne.

"Streetlight" basiert auf einer wahren Geschichte aus den 60er Jahren in Chicago. Schauplatz ist ein berüchtigter Stadtteil. Hier leben die beiden Freunde Charles und Jordan. Charles spielt in der Street-light-Band, möchte die Spirale der Gewalt durchbrechen und mehr aus seinem Leben machen. Jordan gehört zu einer Straßengang und ist in Lisa, die Schwester des Bandenchefs, verliebt. Lisa wird beim Verlassen eines Clubs erschossen. Alles schreit nach Vergeltung. Charles versucht, Jordan von dem Rachefeldzug abzuhalten. Dies missfällt dem Bandenchef Trey. Charles wird auf offener Straße erschossen.

 

Begeisterung


Fesselnde Tanzszenen versetzen die Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle. Von Glück über Aufregung bis zur Begeisterung ist alles geboten. Beate und Jürgen Rapp sind davon beeindruckt: "Wir nehmen viele Eindrücke mit nach Hause. Die Geschichte hat uns berührt."

"Eine starke Schule braucht starke Partner", so Verena Wald, die durchs Programm führt. Auf die Frage, warum sie dieses Projekt unterstütze, erklärt Ursula Berner, Vorsitzende des Stiftungsrates der Albert Berner Stiftung: "Ich möchte Kinder, Jugendliche und soziale Arbeit unterstützen. Dieses Projekt hat mich fasziniert. Ich bin von der Nachhaltigkeit begeistert. Dieses Erlebnis wird die Schülerinnen und Schüler weiterhin begleiten."


 

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