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Die erste Etappe ist geschafft

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"Wir sind auf hoher See unterwegs, wir sind noch nicht am Ziel", warnte Architekt Franz-Josef Mattes vor verfrühter Euphorie. Beim Umbau und der Erweiterung der Realschule Güglingen stehen in den nächsten knapp zwei Jahren noch schwierige Arbeiten an. Gleichwohl ist eine erste wichtige Etappe gemeistert: Beim Neubau entlang der Kleingartacher Straße wurde am Dienstagabend Richtfest gefeiert.

Bürgermeister Klaus Dieterich ist sehr zufrieden. Nicht nur, weil die Baustelle bislang unfallfrei abgewickelt wurde. "Ein halbes Jahr nach dem Spatenstich sind wir exakt im Zeitrahmen und, noch wichtiger, exakt im Kostenrahmen." Maximal 6,8 Millionen Euro hat der Gemeinderat für das Projekt bewilligt, und bislang spricht viel dafür, dass diese Summe ausreichen wird. Unabhängig davon ist für Dieterich die Entscheidung für die Realschulerweiterung "richtig im Blick auf die Stärkung und Weiterentwicklung des Schulstandorts Güglingen".

 

Diskussionen


Das Projekt hatte einen mehrjährigen Vorlauf, erforderte viele Diskussionen im Gemeinderat und mit den Planern, etliche Gespräche mit den maßgeblichen Behörden. Auch der Regierungswechsel im Land zu Grün-Rot und die Neuausrichtung der Bildungspolitik mit Favorisierung der Gemeinschaftsschule spielte eine Rolle. "Wohin geht die Reise? Diese Frage stand immer im Hintergrund", sagt Franz-Josef Mattes. Letztlich entschied man sich auch noch dafür, den Baustart von 2013 auf 2014 zu verschieben. "Durch die Ausschreibung zum Jahresende konnten wir bessere Preise erzielen", so der Heilbronner Architekt.

In seiner Rede dankte er nicht nur den beteiligten Firmen und der Stadt für die gute Zusammenarbeit. Er verwies auch auf die fortschrittliche "Hybridbauweise" des neuen Gebäudes: Betontragwerk, verkleidet mit nachhaltigem, dämmendem Material – Holz.

Im Herbst, zum Schuljahresbeginn 2015/16, soll der Neubau bezugsfertig sein. Nachdem der Rohbau samt Dachgebälk steht, können jetzt Dachdecker und Fensterbauer mit ihrem Part beginnen. "Vor dem Winter haben wir das Gebäude dicht", so der Planer. Dann kann der Innenausbau starten. Noch in diesem Jahr soll der Estrich aufgebracht werden.

 

Bauausschuss


Froh ist Mattes, dass es gelungen ist, einen Bauausschuss zu gründen. So sei der Gemeinderat eng eingebunden in die Bauarbeiten, könne auch kurzfristig notwendige Entscheidungen nachvollziehen und mittragen. Vier Stadträte, Bürgermeister und Bauamtsleiter Edwin Gohm gehören dem kleinen Gremium an, das auch nach Einschätzung von Klaus Dieterich "sehr effizient" arbeitet.

Die künftigen Nutzer der neuen oder umgebauten Gebäude, die Lehrer und Schüler, kämen mit den Bauarbeiten und dem manchmal unvermeidlichen Baulärm zurecht, versichert Realschulrektor Klaus Pfeil. "Wir wollen den Bau haben, und wir haben uns auf die Bauarbeiten eingestellt." Bislang, so der Schulleiter, gebe es "null Beschwerden". 


 

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