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Tag der offenen Tür

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Viele Zuschauer sitzen am Sonntagmittag in der Sporthalle des Berufskollegs und sind auf die Vorführungen gespannt. Wer beim Flashmob, bei dem Schüler kurz darauf gemeinsam tanzen, denkt, "das kommt mir doch sehr bekannt vor", der irrt nicht: Die jungen Leute spielen mit Live-Musik der Band die Aktion nach, die sie für die Fernsehwerbung von Ferrero Küsschen bereits aufgezeichnet haben.

 

Ausbildungsgänge


Der Sonnenschein hat viele Besucher auf das Gelände des Berufskollegs gelockt, das im Volksmund in der Region gerne noch unter dem Begriff "Sportschule" bekannt ist – obwohl das so schon lange Zeit nicht mehr ganz richtig ist. Denn in Waldenburg lernen sowohl Sportschüler als auch angehende Physiotherapeuten. Und am Wochenende drückt auch so mancher Berufserfahrene dort wieder die Schulbank, um sich auf den aktuellen Stand seines Jobs zu bringen. Welche Ausbildungsgänge es gibt, das erfahren Interessierte von Schülern wie Lehrern an diesem Tag der offenen Tür.

Und deshalb sind fast alle auch gekommen – nicht (nur) wegen des guten Wetters. "Es sind wirklich die meisten wegen der Ausbildungen da und nur wenige Spaziergänger", bestätigt Schulleiter Hartmut Binkowski. Schon am frühen Nachmittag strahlt er ob des guten Besuchs mit der Sonne um die Wette. "Das ist top. Wir sind sehr zufrieden mit der guten Nachfrage", erklärt er. Und den Besuch hält er auch für Interessenten für wichtig: "Man muss unseren Campus vorher einmal live erlebt haben."

Rund 350 Schüler gehen derzeit aufs Berufskolleg; der Anteil von jungen Frauen und Männern ist ein etwa gleich, auch der Anteil an Schülern mit abgeschlossener Mittleren Reife und Abiturienten. Die angebotenen Plätze sind jedes Jahr belegt. "Aber die Interessenten gehen aufgrund der schwächeren Geburtenjahrgänge zurück", hat Binkowski bemerkt. Ihm sei es aber um die Zukunft seiner Schule deshalb nicht bang: "Wir haben einen guten Ruf", berichtet der Schulleiter.

 

Angebote


Dass die Abgänger aus Waldenburg begehrt sind, das wird den Besuchern schnell deutlich: Viele Schüler haben bereits ein Jobangebot einige Zeit bevor sie überhaupt den Abschluss haben. "Auch ein Grund für mich, hier anzufangen", sagt Valerie Hungert. Sie kommt aus Stuttgart. Nach einem freiwilligen sozialen Jahr will sie – wenn sie genommen wird – am liebsten nächsten Herbst ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin am Berufskolleg beginnen. "Ich habe mir heute auch schon Waldenburg angesehen. Das kleine Städtchen gefällt mir", sagt sie mit leuchtenden Augen. Da sie ein Auto habe, sei es ihr egal, dass es kein Kino oder Shoppingcenter gibt. "Dafür viel Natur. Ich will ja lernen und nicht nur feiern", erklärt sie und schmunzelt.

Sie locke auch die vielen Angebote. "Ich mache gerne Sport", sagt die 19-Jährige. Und das nimmt man ihr schnell ab. Denn als nächste Station steht der Hochseilgarten auf ihrem Programm. In windiger Höhe schwingt sie sich wenig später ohne Angst über die Hindernisse.


 

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