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Beton an A6-Brücken bröckelt

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Bei einer aktuellen Prüfung stellten Experten an vier Bauwerken erhebliche Betonschäden fest. Es handelt sich um die Wimmentalbrücke, die Brettachtalbrücke, die Unterführung der K 2353 bei Weinsbach (alle A 6) und die Kochertalbrücke bei Neuenstadt (A 81). Besonders betroffen sind die Randbereiche.

 

Abstürzende Brückenteile 


"Die Schäden sind so gravierend, dass sich Betonteile lösen und auf darunter liegende Verkehrswege fallen könnten", sagt Enrico Hinz, beim Baureferat Nord des Regierungspräsidiums zuständig für Brücken. "Deshalb werden wir ab nächsten Montag Schutznetze anbringen." Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte Dezember dauern. Dazu müssen die Straßen und Wege unter den Brücken zum Teil tageweise voll gesperrt werden. In den Herbstferien betrifft dies vor allem die Kreisstraße 2385 zwischen Bitzfeld und Weißlensburg sowie die Kreisstraße 2111 zwischen Wimmental und Sülzbach. Der Verkehr wird örtlich umgeleitet. Die Kosten liegen bei 220 000 Euro.

"Durch die Netze werden die Bauwerke so lange gesichert, bis sie instandgesetzt oder neu gebaut werden", sagt Enrico Hinz. Wie mehrfach berichtet, sind alle größeren Brücken entlang der A 6 in Hohenlohe kaputt. Die Kochertalbrücke bei Braunsbach wird bis Herbst 2015 als einzige so saniert, dass sie einem sechsspurigen Ausbau der A 6 standhalten kann. Die sechs anderen müssen abgerissen, neu gebaut und bis dahin über die Zeit gerettet werden. Die Ohrntalbrücke wird seit Juli 2013 instandgesetzt - als bislang einziges dieser Bauwerke. Bei den fünf anderen laufen die Prüfungen noch oder werden zunächst defekte Lager erneuert. An der Maßholderbachtalbrücke werden diese Arbeiten am heutigen Freitag abgeschlossen. Die Maßnahme kostet 350 000 Euro.

An der Ohrntalbrücke waren anfangs auch Netze installiert worden. Genauso wie an der Schüpfbachtalbrücke auf der A 81 bei Heckfeld. "Sie wird ab 2015 ebenfalls instandgesetzt", erklärt Enrico Hinz. Wann die restlichen A 6-Brücken an der Reihe sind, steht noch nicht fest.

 

Kontrolle


Brückenbereiche, die nicht durch Schutznetze gesichert seien, würden künftig öfter kontrolliert und lose Betonteile gegebenenfalls entfernt, meldet das Regierungspräsidium. Außerdem werde verboten, die Flächen unter den Brücken zu betreten. Ist es schon einmal zu Unglücken wegen herabstürzender Betonteile gekommen? "Nein", sagt Enrico Hinz. "Das ist meines Wissens noch nie passiert."


 

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