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Cool sein ohne Drogen

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Er will Kindern und Jugendlichen Mut machen, ein cooles, suchtfreies Leben zu führen. Rockmusiker und Elvis-Imitator Ritchie Newton weiß, wovon er spricht. Ohne Schulabschluss schaffte es der frühere Alkoholiker, sein Leben in den Griff zu bekommen. Dass er später ein Buch über sein Leben schrieb, beeindruckte die Schüler der Wolf-von-Gemmingen-Schule.

 

Extrem


Hier engagierte sich Newton in der Suchtprävention und sprach mit 250 Fünft- bis Neuntklässlern über das Coolsein ohne Drogen. Dabei ging der Rocker nicht auf Schmusekurs. Er wählte drastische Bilder: Die Schüler sollten sich etwa vorstellen, 18 Jahre alt und als Fahrer abends mit vier Freunden unterwegs zu sein.

Der Alkohol fließe bei den Beifahrern, und auch sie selbst würden den ein oder anderen Schluck nehmen. Dann ein Frontalunfall. "Als du erwachst, spürst du den Geschmack von Blut im Mund. Alle vier Freunde sind tot. Du musst herausgeschnitten, deine Beine müssen amputiert werden." Nun forderte er die Zuhörer auf, sich vorzustellen, wie ihr Leben danach weitergehen würde.

Newton wollte wissen, ob es uncool gewesen wäre, als Fahrer nicht zu trinken. "Ich sage: Es ist cool, etwas vom Leben zu haben", gab er selbst eine Antwort. Können solche Schilderungen Kinder von Alkohol- oder Drogenkonsum abhalten? Ja, meinen die Schüler.

Alix beeindruckte, dass Newton es schaffte, sich nach sieben Jahren im Suff wieder aufzurappeln. "Ich wusste nicht, dass Alkoholsucht so extrem sein kann."

Würde eine Freundin Suchtprobleme haben, würde sie sie ansprechen und helfen, meinte Alix weiter. Wäre es jemand, den sie nicht so gut kenne, würde die Schülerin andere aufmerksam machen. Auch Alina sagte, sie habe Neues gelernt. Auf die Frage, ob sie schon einmal Alkohol getrunken hätten, meldeten sich zögerlich viele Schüler. "Dafür braucht ihr euch nicht zu schämen", sagte Newton, "das ist ganz normal. Nicht normal ist es, wenn ihr zu viel trinkt oder Drogen nehmt", erklärte er. Er forderte die Mädchen und Jungen auf, bewusst durchs Leben zu gehen, "denn ihr habt kein zweites". Jeder könne werden, was er wolle. Wichtig sei, "es durchzuziehen, dabei zu bleiben".

 

Leitbild


Den Vormittag mit Ritchie Newton organisierte Schulsozialarbeiterin Selina Schröder zusammen mit den Präventions-Lehrern. Akute Suchtproblematik an ihrer Schule sehen weder Schröder noch Rektor Helmut Thomaier. Trotzdem gehören Mobbing- und Suchtprävention zum Leitbild der Schule. Nach dem Besuch von Ritchie Newton am Montag werden die Lehrer das Thema mit den Schülern aufarbeiten, versprach Thomaier.



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