Stimmt.de

Titelseite.indd
Stimmt! Magonline lesen!

Nachricht-Detail

Die Türöffner

zurück zur Übersicht

Deutsch ist der Türöffner. Die Stadt Heilbronn setzt alles daran, Flüchtlingskinder und -jugendliche möglichst rasch in Kindertagesstätten und Schulen zu schicken. Inzwischen sind es allein im Stadtkreis Heilbronn 40 sogenannte Vorbereitungsklassen (VKL). In kleineren Gruppen wird schnell und viel Deutsch gelernt, damit die Kinder in ganz normalen Klassen mitkommen.

60 Flüchtlingskinder unter sechs Jahren besuchen eine Kindertagesstätte. Und 100 Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren sind in VKL-Klassen in Grund-, Werkreal-, Realschule und im Gymnasium. Dass sich die Zahlen fast täglich verändern, gehört zum Alltag. Seit 19. Oktober hatte das städtische Bildungsbüro neun Grundschüler, zehn über Zehnjährige und 25 Jugendliche über 17 Jahre zu vermitteln. Hier ist inzwischen eine zentrale Anlaufstelle für die schulische Unterbringung der Flüchtlingskinder im Stadtkreis Heilbronn eingerichtet.

Private Träger

Das Gros der Flüchtlinge, betont Bürgermeisterin Agnes Christner, ist aber zwischen 18 und 40 Jahre alt. Für die Jüngeren unter ihnen gibt es Vorbereitung auf Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse, inzwischen in 15 VABO-Klassen an Berufsschulen in öffentlicher und privater Trägerschaft. Auch hier ist das oberste Ziel, möglichst rasch Deutschkenntnisse zu vermitteln.


"Es ist eine Freude, in diesen Klassen zu unterrichten", berichtet Bruno Troßbach, der geschäftsführende Schulleiter der Heilbronner Berufsschulen, die Flüchtlinge seien hoch motiviert. Räumlich und vor allem personell sei das Angebot indes begrenzt. Im Technischen Schulzentrum könnten sie durchaus auch Nachmittagskurse anbieten, doch es sei ein Problem, ausreichend Lehrkräfte zu bekommen.

Die Volkshochschule ist für Flüchtlinge, die nicht mehr im Schulalter sind, ebenfalls eine wichtige Sprachhelferin: Zurzeit laufen hier 17 Kurse mit 300 Teilnehmern. Gleichfalls engagiert ist die Akademie für Innovative Bildung und Management (AIM) mit Crashkursen für Jugendliche und Sprachförderung vor allem in Grundschulen.
Das Bildungsbüro fühlt sich auch für den Übergang von der VKL- in die Regelklasse zuständig. Es sei keinesfalls ein Automatismus, dass die Schüler der Werkrealschule zugewiesen würden, zerstreut Agnes Christner Hoffnungen, die Schulart bekäme neuen Zulauf. Die Bürgermeisterin versichert vielmehr, die Kinder würden ihrer Begabung entsprechend in die Schulen aufgenommen. Die im Mai in Gang gesetzte Schulentwicklung werde nicht außer Kraft gesetzt.
 

 

Galerien

Regionale Events

Digitale Azubimesse

Mehr als 50 Unternehmen stellen von 14. bis 20. Februar ihr Aus- und Weiterbildungsangebot digital vor.

Neuer Impfpunkt

Die Stadt Heilbronn ergänzt ihr Impfangebot um die Harmonie.