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Für Ingenieure und Informatiker

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Die Dominanz der Betriebswirtschaft an der Hochschule Heilbronn (HHN) ist ungebrochen. Doch die Ingenieure und Informatiker holen auf. Am Hauptstandort in Sontheim sind sie seit dem Umzug der großen Fakultät Wirtschaft 2 an den Europaplatz wieder in der Überzahl. Der Campus Sontheim soll sich mit Schwung in ein ingenieurwissenschaftliches Zentrum für die Region Heilbronn-Franken entwickeln. Die Weichen werden jetzt gestellt.

Spätestens 2019 wird auch die Fakultät für Wirtschaft und Verkehr (WV) Sontheim verlassen, die Hochschule konzentriert ihre betriebswirtschaftlichen Studiengänge auf dem von der Dieter-Schwarz-Stiftung finanzierten Bildungscampus am Europaplatz. Wenn sich die Studentenzahlen von heute halten lassen, werden es am neuen Standort rund 3000 BWL-Studierende der Hochschule Heilbronn sein und auf dem Campus Sontheim knapp 2800 Technik- und Informatik-Studenten. Für Rektor Jürgen Schröder ist völlig klar, dass "Dieter Schwarz mit dem, was er am Europaplatz tut, auch was für die Entwicklung der Ingenieurwissenschaft tut".

Drittelmittel

Schon jetzt ist spürbar mehr Platz für die Studenten in Sontheim. Mit der großzügigen Mensa und der völlig neu gestalteten Aula mit Forum für Messeveranstaltungen will die HHN Firmen und Wissenschaft zu Kongressen und Workshops auf den Campus einladen. Lernfabrik, der Prüfstand für Elektroantriebe, das neue Labor für Werkstoffprüfung, ein Labor für leistungselektronische Systeme haben in den vergangenen Semestern das Technikstudium in Heilbronn attraktiver gemacht. Dazu kommen spannende Forschungsprojekte wie Buga-Log und die Beteiligung an den Promotionskollegs des Landes. Stolz berichtet Jürgen Schröder, dass seine Professoren und Mitarbeiter dieses Jahr Drittmittel in Höhe von 5,3 Millionen Euro akquiriert haben – so viel wie noch nie.

Möglichst rasch soll in den Räumen der Interimsmensa ein Labor für Industrie 4.0 eingerichtet werden. Sponsoren sind schon gefunden, die Hochschule wartet nur noch auf die Baugenehmigung.
 

Rund sechs Millionen erhofft sich Schröder aus den 100 Millionen Euro, die das Land im Hochschulfinanzierungsvertrag für weitere Hochschulbauten auszugeben versprochen hat. Die HHN will in Sontheim eine 1800 Quadratmeter große Forschungshalle bauen. In ihr sollen schwere Maschinen stehen, etwa Druckpressen für die Formgebung von Blechteilen. Bisher muss die Hochschule für solche Projekte in Partnerfirmen ausweichen.

Aufatmen

Unabhängig vom Bauen werden in Sontheim mit dem Auszug der Betriebswirte viele Räume frei, die Raumnot löst sich in Luft auf. Der Y- und der X-Bau in der Nachbarschaft mit Büro- und Seminarräumen müssen nicht länger angemietet werden. Der PC-Pool kann nahtlos von den Informatik-Studierenden übernommen werden. Schon als im November die Aula mit Vorplatz und studentischem Servicebereich eröffnet wurde, sei ein "richtiges Aufatmen" spürbar gewesen, berichtet Rektor Schröder.

Sein großes Ziel ist es, die Attraktivität der Hochschule Heilbronn in den kommenden Jahren gerade auch für technikinteressierte junge Leute zu steigern. "Wir wollen von einer Hochschule, wo man hin kann, zu einer Hochschule werden, wo man unbedingt hinwill."

Sieben Master

Die Hochschule Heilbronn bietet in Sontheim elf Bachelor- und sieben Masterstudiengänge im Bereich Technik und Informatik an. Die Masterangebote sind bundesweit nachgefragt, teils müssen Interessenten abgewiesen werden. Ein neuer Master in Automotive Systems ist genehmigt und soll rasch an den Start. Maschinenbau und Robotik sind populär, Sorgen machen Verfahrenstechnik und Umweltschutz und Technisches Logistikmanagement.

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