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Auf der Überholspur

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Den Menschenschlag in Heilbronn hat sie schon schätzen gelernt. "Die Leute hier sind offen und hilfsbereit", auf der Straße, bei der Arbeit, findet Loana Huth. Im Juli hat die neue Direktorin der VHS Unterland ihr Amt angetreten. "Es wäre gelogen, wenn ich nicht zugeben würde, dass ich manchmal auch denke: Boah, wo anfangen?" Aber sie dürfe ein sehr gut geführtes Haus übernehmen. Besonders glücklich ist sie über die Einarbeitungszeit mit Direktor Rainer Albrecht. "Das ist so wertvoll, wenn man sich nicht alles aus den Akten ziehen muss."

Das Alter

Schwer tut sich die 27-Jährige, wenn sie erklären soll, wie sie so jung zu dem Wunsch gekommen ist, die Verantwortung für 50 Mitarbeiterinnen und für eine Bildungseinrichtung von regionaler Bedeutung zu übernehmen. "Das Alter ist nur ein Punkt von vielen, es kommt ja auch darauf an, was man sonst so mitbringt." Und da ist einiges. In der Schulzeit war sie schon in Frankreich und den USA zum Schüleraustausch. Auf das Abi 2007 in Herrenberg folgte ein Bachelor aus einem Frankreich-orientierten, kulturwissenschaftlichen Studiengang in Regensburg, ein Master aus einem internationalen, interdisziplinären Politik- und Wirtschaftsstudium in Dresden, ein Auslandsjahr in Clermont-Ferrand.

Über Deutsch als Fremdsprache fand sie als Dozentin den Weg zur VHS, machte Erfahrungen in den Volkshochschulen Ulm und Laupheim, teils schon in leitender Funktion. Für das alles reichten ihr acht knappe Jahre. Mit 26 dann der Entschluss, die große VHS Unterland zu führen, wofür sie die große Zustimmung der Verbandsversammlung erhielt. Bislang, so scheint es, ein Leben auf der Überholspur. Voll des Lobes ist sie über Strukturen, die Qualität des Angebots der VHS Unterland. Mit den ersten Außenstellenleiterinnen hat sie sich getroffen, einige Bürgermeister kennengelernt. Mit dem Verbandsvorsitzenden Rolf Kieser steht sie in engem Kontakt.

Lebensmittelpunkt

Zu früh ist es Loana Huth für Ankündigungen, was bei der VHS Unterland künftig anders laufen könnte oder sollte. "Natürlich habe ich vage Konzepte, aber erst einmal gilt es, das gute Niveau zu halten." Nach drei Monaten könne sie da vielleicht mehr sagen. Was passiert, wenn man bald schon anderswo auf sie aufmerksam würde? Darüber möchte sich die 27-Jährige jetzt überhaupt keine Gedanken machen. "Jetzt ist mein Lebensmittelpunkt erst einmal hier."

Zur Person

1988 in Filderstadt geboren, wird Loana Huth als 27-Jährige die Führung der VHS Unterland übernehmen und damit vielleicht die jüngste VHS-Direktorin Deutschlands sein. Eine Statistik dazu führt der Deutsche Volkshochschulverband nicht. Huth hat nach dem Abitur in Herrenberg ein interdisziplinäres geisteswissenschaftliches Studium an Universitäten in Regensburg, Clermont-Ferrand und Dresden absolviert. Früh belegte sie VHS-Kurse als Teilnehmerin, 2013 startete sie als Dozentin, 2014 war sie Fachbereichsleiterin an der VHS Ulm. Seit einem Jahr ist sie an der kleinen VHS Laupheim mitverantwortlich für die Erwachsenenbildung. Huth ist ledig und wohnt in Weißenhorn bei Ulm. "Natürlich ziehe ich in die Region", sagte sie nach ihrer Wahl. Drei Bürgermeister reagierten prompt und machten auf Bauplätze aufmerksam.

 

 

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