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Hochbetrieb beim Volksfest-Aufbau

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Ein bisschen chaotisch sieht es noch aus auf der Heilbronner Theresienwiese, wenige Tage vor der Eröffnung des 89. Unterländer Volksfestes. Viele der rund 1000 Schausteller haben schon ihren Platz bezogen, andere sind gerade erst angekommen. Platzwart Gerhard Drodofsky muss da den Überblick behalten. Dass nicht alle Schausteller gleichzeitig anrücken, ist ganz in seinem Sinne. Zuerst sollen die großen Fahrgeschäfte aufbauen, weil sie am meisten Platz brauchen und mit den großen Lkw später nicht mehr gut an ihren Platz kommen. Doch ein paar der großen Attraktionen stehen noch auf dem Rutenfest in Ravensburg.

Letzter Schliff

Andere Fahrgeschäfte sind schon da. Von Heiko Schierenbecks 60 Meter langer Riesenrutsche steht bisher aber nur das Gerüst, heute wird die montierte Rutsche auf 18 Meter angehoben. Bis auf eine Deko-Gitarre, ist das Looping-Karussell "Devil Rock" schon fertig aufgebaut. "Es gibt immer Arbeit", weiß Inhaber Jens Steffen, der das erste Mal auf dem Volksfest ist. Bis zur Eröffnung müssen kaputte Lampen an den Gondeln ausgetauscht und alles zum Strahlen gebracht werden.

Um den Geschäften entgegenzukommen, haben Festwirt Karl Maier und sein Platzwart Drodofsky in diesem Jahr den Aufbau auf der Theresienwiese wieder ein bisschen verändert. Statt wie letztes Jahr in Form einer Acht, laufen die Besucher ab Samstag eine Ellipse. Schausteller, wie Johann Mayer von der Heilbronner Wurstbraterei Silzer, hatten sich beklagt, dass in ihrer Ecke weniger Betrieb gewesen sei. Mit der neuen Streckenführung ist Mayer zufrieden. "Donnerstag will ich fertig sein", macht sich der Gastronom beim Aufbau Druck. Erst mal heißt es warten. Bevor er den Biergarten hinter der Würstchenbude aufbauen kann, muss er sich mit seinen Nachbarn absprechen – die sind aber noch nicht angereist.

Aufenthaltsort

"Der Rundweg soll keine Rennstrecke werden", betont Festwirt Maier. Stattdessen gibt es heuer eine weitere Gastro-Ecke. Nicht als Konkurrenz zum Festzelt vom Göckelesmaier, sondern als Aufenthaltsort auf dem Rundweg. Hier soll es Pommes, Maiskolben, Curry-Wurst und Cocktails geben, außerdem Sitzgelegenheiten unter freiem Himmel. Der Trend gehe immer mehr zu kulinarischen Spezialitäten, so Maier. Gerade Verlosungen oder Spielgeschäfte wie Dosenwerfen oder Scheibenschießen haben es zunehmend schwerer.

Da muss es schon ausgefallener sein, wie bei Anton Schubert, der mit seiner Tochter den Bonanza Western Saloon betreibt. Statt wie üblich mit Gewehren, kann man hier mit Pfeil und Bogen schießen. Früher gab es in dem Geschäft Farbfotos. Seit Smartphones und Selfies allgegenwärtig sind, ist das kein Geschäftsmodell mehr. Mit seinem Saloon ist Schubert das erste Mal da. "Ich habe gehört, Heilbronn ist eine gute Veranstaltung." Mit dem Aufbau will er möglichst schnell fertig werden, um danach noch ein bisschen Freizeit zu genießen. "Wenn es dann losgeht, wollen wir keine Zeit mehr haben."

 

 

 

 

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