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Ferienjobs in der Region sind rar

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Daimler sucht, Bosch sucht, ZF sucht: Die baden-württembergischen Unternehmen bieten im Sommer zahlreiche Ferienjobs an. Auch in der Region bieten einige Unternehmen Schülern und Studenten die Möglichkeit, gutes Geld zu verdienen und zugleich Praxiserfahrung zu sammeln. Aber längst nicht alle.

Der Autobauer Daimler setzt in den kommenden Monaten deutschlandweit 13 200 Ferienarbeiter ein, um die Produktion über den Sommer am Laufen zu halten. Im Bereich der Autoproduktion werden rund 8700 Studenten und Schüler eingesetzt und mehr als 3770 Aushilfen in der Lastwagenproduktion, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilt. Der Rest kommt in Bereichen wie Forschung, Entwicklung, Verwaltung oder Logistik zum Einsatz. Viele der lukrativen Stellen seien schon vergeben. Im vergangenen Jahr hatte Daimler insgesamt 7600 Aushilfskräfte eingestellt.

Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth sagt: "Daimler ist derzeit in einer sehr guten Position. Wir wachsen und bringen neue Modelle auf den Markt." Werksferien fallen in diesem Jahr aus.


Wenig Chancen bei Audi

 

Wer jetzt aber denkt, dass die Chancen auf einen Sommerjob auch bei Audi in Neckarsulm gut wären, der täuscht sich: Obwohl der Standort zurzeit auch nicht über Auslantungsprobleme klagen kann, kommt das Unternehmen weitgehend ohne Ferienjobber aus. "Für die Mitarbeiter der Fertigung im Werk Neckarsulm wurde für die Zeit vom 3. bis 21. August 2015 Produktionsruhe vereinbart", erklärt eine Sprecherin. Voraussichtlich würden deswegen im Sommer 2015 keine Ferienbeschäftigten benötigt. Und wenn doch? "Dann wird der Bedarf vorrangig durch Audi-Mitarbeiter in Qualifizierungsmaßnahmen mit Wiedereinstellungszusage gedeckt", dämpft sie die Hoffnungen.

Besser sind die Aussichten bei EBM-Papst in Mulfingen: "Wir überbrücken die Urlaubsmonate seit vielen Jahren mit Ferienarbeit und haben damit stets gute Erfahrungen gemacht", heißt es dort. Im Zeitraum von Juli bis Ende September werde der Ventilatorenhersteller in Hohenlohe mehr als 500 Ferienarbeiter beschäftigen. "Aktuell haben wir noch 70 freie Plätze in der Zeit von Mitte August bis Ende September." Allerdings: Die Bewerber müssen 18 Jahre alt sein.


Erst ab 18

 

Ähnlich sieht es bei Würth aus, wo in der Logistik etwa 200 Ferienjobber eingesetzt werden. "In einzelnen Zeiträumen gibt es noch freie Plätze." Volljährig sollten die Interessenten allerdings auch dort sein.
Auch der Technologiekonzern Bosch plant, Tausende junge Leute als Aushilfen einzustellen. Allein am Standort Reutlingen sind es rund 850 und in Stuttgart-Feuerbach 650 Personen, wie eine Sprecherin mitteilte.

Anders ist die Lage in Abstatt: Dieser Standort sei im Schwerpunkt ein Entwicklungszentrum und keine Fabrik, heißt es. "Daher haben wir keinen nennenswerten Bedarf an Ferienbeschäftigten." Ähnlich ist die Lage beim Getriebebauer Getrag: Während der Wettbewerber ZF allein am Standort Friedrichshafen rund 1000 Ferienjobber einsetzen wird, ist der Bedarf bei den Untergruppenbachern gering – weil die Fertigungstruktur eine andere ist.

Auch Ferienjobber haben Anspruch auf den Mindestlohn. Voraussetzung sei aber, dass der Beschäftigte volljährig sei, sagte eine DGB-Sprecherin. "Schüler unter 18 Jahren erhalten keinen Mindestlohn."

 

 

 

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