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Erstversorgung auf Pfadfinderart

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Petersilie, Oregano oder Majoran zerkleinern, Salz hinzufügen, alles gut vermengen – und fertig ist das selbstgemachte Kräutersalz. Mit einem Camp voller spannender Workshops und Bastelangeboten feiert der Güglinger Pfadfinderstamm sein 30-jähriges Bestehen. Zum Geburtstag hat sich die Stammleitung rund um Alicia Wildersinn etwas ganz Besonderes ausgedacht: Mitten in der Stadt schlagen die Royal Rangers ihr Lager auf dem Alten Sportplatz auf. "Wir möchten die Güglinger daran teilhaben lassen und auf uns aufmerksam machen", sagt Wildersinn. Drei Tage lang öffnet der Stamm seine Tore.

 

Werte und Natur  

 

1985 wurde der Güglinger Stamm mit der Registrierungsnummer 16 gegründet. Er ist einer von fast 500 Stämmen des christlichen Pfadfinderverbands der Royal Rangers. Einmal in der Woche treffen sich die Altersstufen in ihren Gruppen, um zu singen und Projekte zu erarbeiten. Dabei sollen christliche Werte genauso vermittelt werden wie der Bezug zur Natur. "Die Idee ist die gleiche geblieben, aber die Umsetzung ist mit der Zeit gegangen", erklärt Gründungsmitglied Hannelore Schenker die Entwicklung.

Beim Bau des Camps ist Teamarbeit gefragt. "Die Kinder sollen lernen, miteinander auszukommen", meint Schenker. Mit vereinten Kräften lassen die Rangers in kurzer Zeit ein kleines Dorf mit Zelten, Bühne und einem Pizzastand entstehen. Ein großer Programmpunkt sind die Workshops, zu denen auch Besucher eingeladen sind. Bei einem Erste-Hilfe-Kurs lernen die Kinder, wie man Erstversorgung auf Pfadfinderart leistet. "Wenn ein Kind umknickt, müssen die anderen wissen, wie man es kräfteschonend trägt", erklärt Hannelore Schenker. Aber auch Techniken wie Knoten und Binden müssen gelernt werden.

Die Schwestern Annika (9) und Daniela Saric (12) vom Stamm der Sachsenheimer Pfadfinder möchten eine Panflöte herstellen. Dazu sägen die Mädchen Bambus in verschieden große Stücke. Anschließend werden die Einzelteile fest aneinander gebunden. Teamleiter Kevin Wildersinn (17) unterstützt und weiß, worauf es ankommt: "Wichtig ist, dass die Bambusstücke unten geschlossen sind, damit ein Ton rauskommt."

 

Austausch

 

Zur Geburtstagsfeier sind auch Tabea Schneider (9) und Dorothea Mayenberger (17) vom befreundeten Stamm der Heilbronner Pfadfinder gekommen. Sie beweisen ihr Geschick bei komplizierten Knobelspielen und genießen das Zusammengehörigkeitsgefühl. "Wir machen auch manchmal alle zusammen Geländespiele", erzählt Dorothea Mayenberger. Auch Fabian Bal (15) vom Gastgeber freut sich über den Besuch der Heilbronner: "Man kann sich austauschen und neue Freunde finden." Für ihn ist das Camp außerdem ein besonderes Erlebnis, denn er hat das erste Mal in einem Zelt übernachtet.

 

 

 

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