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Sprachrohr der Studierenden

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Es gibt keine Studiengebühr. Aber zahlen müssen die Studierenden trotzdem kräftig. 127 Euro sind an der Hochschule Heilbronn (HHN) pro Semester fällig. Dazu kommt für viele noch das Semesterticket, das der HNV kurzerhand auf 134 Euro verteuert hat. Ungefragt und vor alle nicht ohne Widerspruch soll dieser Preis fürs Studieren nicht immer weiter anziehen. Die Verfasste Studierendenschaft (VS) stemmt sich gegen automatische Beitragserhöhungen.

 

Präsident


Neues Semester, neuer Präsident. Zum 1. März gab es einen Wechsel an der Spitze der VS: Jonas Speiser (21, viertes Semester Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik) ist jetzt gewählter Chef der rund 8400 Studierenden in Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall. Sein Vorgänger Fabian Wiedenhöfer (24, siebtes Semester Software Engineering) verabschiedet sich in sein wegen der Studentenpolitik verschobenes Praxissemester. Auf Landesebene steht er weiter für die Studierenden ein. Er wurde zum Sprecher der Landesastenkonferenz gewählt, ist also Vertreter aller Studierenden in Baden-Württemberg.

Dass Heilbronn auf Landesebene ganz vorne steht, erklärt Wiedenhöfer mit der Vorreiterrolle, die die HHN beim Aufbau der Verfassten Studierendenschaft eingenommen hat. Vor knapp zwei Jahren wählten die Studierenden zum ersten Mal ihr Parlament, sie bildeten Fachschaften, benannten Referenten und ihre Zuständigkeiten – von Sport über Kultur bis zu Gleichstellung, Kommunikation und Finanzen. Und sie haben Strukturen geschaffen, die jährliche Wahlen und Wechsel der Amtsinhaber verkraften. Damit vor Ort verhandelt werden kann, was nur vor Ort interessiert, gibt es auch in Künzelsau und Schwäbisch Hall Vorsitzende und örtliche Studierendenvertretungen. Alle Studierende zu vernetzen, war das große Ziel, erklärt Speiser. Jetzt haben sie eine Plattform, ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.

 

Pro Kopf 18 Euro


Mit dem Beitrag für die Verfasste Studierendenschaft gehört sie selbst zu Bittstellern zu Semesterbeginn. 18 Euro muss jeder löhnen. Das Geld soll unmittelbar wieder den Studierenden zugute kommen. Damit es richtig verwaltet und korrekt ausgegeben wird, hat die VS – das ist gesetzlich vorgeschrieben – eine Haushaltsbeauftragte eingestellt. Seit einem Monat ist die Betriebwirtin Jenny Henschel (Master 2013 in Betriebswirtschaft und Unternehmensführung) auf dem Posten. Ihr Job ist es, auch bei der zwangsläufig häufigen Fluktuation in den Ämtern inhaltliche Kontinuität zu ermöglichen. Zwei weitere 50-Prozent-Stellen wird die VS schaffen. In Künzelsau und in Hall gibt es künftig wie in Heilbronn eine Anlaufstelle für alltägliche Fragen – von der Ausstellung des Studentenausweises bis zur Pflege der Wohnungsdatenbank.

Jede Fachschaft bekommt 1000 Euro pro Semester für eigene Projekte wie Umfragen oder Exkursionen. Außerdem können sie aus einem 3000-Euro-Topf Zuschüsse beantragen. Die Ausstattung mit Mitteln soll Anreiz sein, sich zu engagieren. Auch Fahrtkosten zu ihren Sitzungen an den drei Standorten werden den Parlamentariern ersetzt. 



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