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Mehr Unfälle und mehr Tote

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Die traurige Bilanz setzt sich fort: Wie schon 2013 gab es auch im vergangenen Jahr mehr Verkehrsunfälle und -tote auf den Straßen der Region Heilbronn. Das geht aus der Statistik hervor, die das Heilbronner Polizeipräsidium gestern vorlegte.

Allerdings gibt es durchaus regionale Unterschiede: Während die Zahl der Unfälle im Stadt- und Landkreis Heilbronn 2014 anstieg, ging sie im Hohenlohekreis leicht zurück. Am stärksten ist die Zunahme bei den Crashs auf den Autobahnen A 81 und A 6. Die Verkehrspolizei verzeichnete ein Plus von 23,8 Prozent (von 1763 auf 2183 Unfälle). Ein umgekehrtes Bild zeichnet sich bei den Zahlen der Unfälle mit Verletzten ab: Während sie im Stadt- und Landkreis zurückgingen, nehmen sie im Hohenlohekreis um 10,6 Prozent zu, auf den Autobahnen sogar um 27,9 Prozent.
 

Ursachen


Die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer blieb 2013 im Hohenlohekreis mit 7 im Jahr 2014 gleich. Dagegen stieg die Zahl der Verkehrstoten im Stadtkreis Heilbronn von 4 (2013) auf 8 (2014) und im Landkreis von 13 auf 14 an.

Hauptunfallursachen bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden im Präsidiumsgebiet (ohne Autobahnen) sind Geschwindigkeitsverstöße und Vorfahrtsverletzungen, gefolgt von Abstand, Fehlern beim Abbiegen und Rückwärtsfahren. Auf den Autobahnen sind Tempoverstöße nach wie vor Unfallursache Nummer eins, gefolgt von zu geringem Abstand.

Die Zahl der alkoholbedingten Unfälle im Präsidiumsgebiet (ohne Autobahnen) nimmt ab: von 442 im Jahr 2013 auf 379 im Jahr 2014. Polizeivizepräsident Hans Becker führt diese positive Entwicklung auf den anhaltenden Kontrolldruck seiner Beamten und einer gewachsenen Bewusstseinsbildung bei den Fahrern zurück.

Junge Fahrer (18 bis 24 Jahre) waren im Jahr 2014 trotz eines Rückgangs um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr noch mit 34 Prozent an Unfällen mit Personenschaden beteiligt (2013: 2400 Fälle / 2014: 2.317 Fälle). Darum werde diese "Risikogruppe" weiterhin im Fokus der Verkehrspolizei bleiben, kündigt das Präsidium an.
 

Kinder


117 Kinder, die als Radfahrer oder Fußgänger bei Verkehrsunfällen beteiligt waren, wurden im Jahr 2014 verletzt; 78 davon leicht und 38 schwer. Ein Kind wurde getötet; im Vorjahr erlitt kein Kind tödliche Verletzungen bei einem Unfall. Weitere 108 Kinder verunglückten als Mitfahrer, weil sie im Fahrzeug nicht oder nicht vorschriftsmäßig angegurtet waren. Gerade bei dieser Zielgruppe entwickelt die Verkehrspolizei Konzepte, um die Kinder schon frühzeitig auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen.

Radfahrer waren 2014 an 453 Unfällen beteiligt; von 359 verunglückten Radfahrern erlitten 257 leichte, 99 schwere Verletzungen und drei wurden getötet. Die Entwicklung bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Motorradfahrern verlief 2014 analog zum Landestrend; 2014 waren auf den Straßen und Autobahnen des Polizeipräsidiums Heilbronn 420 Kradfahrer (Vorjahr: 372) in Unfälle verwickelt; dies entspricht einer Steigerung um rund 13 Prozent. 14 Zweiradfahrer verloren dabei ihr Leben; 2013 waren es noch 12.

Polizeivizepräsident Hans Becker: "Dieser anhaltend negative Trend ist für uns nicht akzeptabel. Im Rahmen der Verkehrsüberwachung werden wir hier deshalb im Jahr 2015 einen Schwerpunkt setzen."
 

Kontrollen


Die Gruppe der Senioren (ab 65 Jahre) war an 1628 Unfällen beteiligt (im Jahr 2013 waren es 1487). 53 Personen waren als Fußgänger, 69 als Radfahrer ins Unfallgeschehen 2014 involviert. Auch diese Zielgruppe soll bei der Vorbeugung immer mehr in den Vordergrund rücken. Vizepräsident Hans Becker kündigt zudem verstärkte Tempo- und Abstandskontrollen auf den Autobahnen an. Auch die Anschnallpflicht soll mehr kontrolliert werden.


 

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