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Das flatternde Klassenzimmer

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Tierisches Projekt an der Selma-Rosenfeld-Realschule: Achtklässler haben im Garten einen Stall samt Freigehege für 56 kleine Wachteln gebaut. Die Eier wollen sie verkaufen.

 

Sponsoren


Beim Projekt im Fach Wirtschaften, Verwalten, Recht (WVR) galt es zuerst, Sponsoren zu finden. "Wir haben Firmen angesprochen und im Baumarkt das Material umsonst bekommen", erzählt Lars Gomer aus Adelshofen. Der Idee von Philip Eberbach und Yasin Birouk ist es zu verdanken, dass die ganze 8 d nun zu stolzen Wachtelbesitzern geworden ist und die Vermarktung ihrer Eier in die Hand genommen hat. "Es gibt sogar für Außenstehende die Möglichkeit, eine Patenschaft für eine Wachtel zu übernehmen. Für fünf Euro darf man ihr einen Namen geben", erklärt Philip Eberbach. Mittels eines Ringsystems soll die Verwechslungsgefahr ausgeschlossen werden, doch im Moment muss daran noch gefeilt werden. Yassin Birouks Familie hat selbst Landwirtschaft. Daher kannte er sich schon aus mit der Haltung von Hühnern. "Wachteln sind kleiner, außergewöhnlicher und niedlicher als Hühner", findet nicht nur sein Freund Philip.

Gemeinsam haben Lukas Keller, Lukas Ghezali, Lars Gomer, Philip Eberbach und Yasin Birouk im Architekturbüro Gomer in Adelshofen Schützenhilfe bekommen in Sachen Stallbau. Seit vergangener Woche sind die Wachteln nun in Eppingen. Sie stammen von einem Züchter nahe Mosbach, und der betreuende Lehrer Mathias Schneider hat sie zusammen mit zwei der Jungen in seinem Auto transportiert. Am Nahrungsangebot für die Tiere feilen die Wachtelhalter noch: "Wir müssen mehr Rohproteine füttern. Dann wird die Legeleistung besser. Wir füttern garantiert genfrei", erklärt Yassin Birouk.

Auch rechtlich gab und gibt es einiges zu klären, was die Kinder selbst im Rahmen ihres Projekts in die Hand nehmen. "Die Realschule liegt im Wohngebiet. Dort dürfen nicht mehr als 20 Haustiere auf einem Fleck gehalten werden. Aber es liegt eine Wiese zwischen Schulgarten und Wohngebiet. Das verändert die Sache entscheidend", betont Lehrer Mathias Schneider. Zum WVR-Projekt gehört, dass sich Schüler in verschiedenen Gruppen verschiedenen Zuständigkeiten widmen. Der Löwenanteil der Arbeit lag bisher sicher im Gehegebau: "Drei Wochen lang haben wir mehrere Stunden daran gearbeitet", erzählt Lukas Ghezali.

 

Dauerhaft


Im Moment bekommen die Wachteln sehr viel Besuch von Unterstufenklassen und besorgten Achtklässlern. Die Hälfte der Klasse hat sich zu Schülermentoren ausbilden lassen, damit sie im kommenden Schuljahr eine Wachtel-AG anbieten können. "Es ist also ein Projekt, das die kommenden Jahre an der Schule mitprägen soll", freut sich Lehrer Mathias Schneider darüber. "Genau so sollte ein Projekt laufen. Alle sind unglaublich motiviert und brauchen mich eigentlich gar nicht", strahlt er.



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