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Dichtes Gedränge

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Dichtes Gedränge herrscht auf den Gängen der Freien Johannesschulen in Flein. Vor den Klassenzimmern bilden sich immer wieder kleine Menschentrauben, im Treppenhaus stauen sich die Besucher. "Es ist noch mehr los als in den vergangenen Jahren", freut sich Viola Reich-Dollmann, eine der Rektorinnen, über das große Interesse am Tag der offenen Tür.

 

Zahlen


49 Schüler besuchen derzeit die G-Schule für geistig Behinderte, 33 finden in der F-Schule, der Förderschule, ebenfalls nach der Waldorfpädagogik, ihren Platz. Am Tag der offenen Tür präsentieren Schüler, Eltern und Lehrer die Einrichtung. Im großen Garten wird geklettert, Tischfußball gespielt und geschaukelt. Eltern bieten ein reichhaltiges Büfett an. Im Obergeschoss bewirten Schüler, bereiten Kaffee zu, servieren Kuchen.

An den Wänden hängen Bilder und Dokumentationen der Schüler: Eine Jahresarbeit über das Märchen "Der Wolf und die sieben Geislein" oder ein geschichtlicher Abriss, beginnend in der Steinzeit.

Stolz erklären die Kinder und Jugendlichen in ihren roten Schul-T-Shirts, wie sie lernen. Marie aus der achten Klasse stöbert mit ihrer Mutter beim Flohmarkt. Sie möchte Erzieherin werden und hat in der Förderschule ihr individuelles Lerntempo gefunden: "Ich komme im Unterricht einfach besser mit. Ich verstehe jetzt alles, was mir erklärt wird. Und die Lehrer sind toll, freundlich und nett", schwärmt die Nordheimerin. Auch ihre Mutter Steffi Winkler ist froh, die richtige Schule gefunden zu haben: "Es ist ein wichtiger Prozess für Eltern, zu akzeptieren, dass sie ein Kind haben, das eben anders lernt als die Norm. Und es ist gut zu wissen, dass es Lernorte für jedes Kind gibt."

Bunt und vielfältig ist das Angebot: Es darf getanzt, gefilzt oder gespielt werden. Von den vielen Besuchern überrollt wird auch das Elternpaar Kunkel, das Szenen aus dem "Kleinen Wassermann" spielt. "Unser Puppentheater wird sehr herzlich angenommen. Wir haben sogar noch Sondervorstellungen eingeschoben, weil so viele nicht ins Zimmer gepasst haben", freut sich Katja Berg-Kunkel. Sie fährt ihren Sohn jeden Tag aus Sersheim nach Flein. "Im Waldorfbereich gibt es in unserer Gegend weit und breit nichts Vergleichbares." 

 

Garten fertig


Die weitläufige Gartenanlage ist inzwischen fertiggestellt: "Wir haben im Herbst alles begrünt und bepflanzt und freuen uns, wenn nun endlich alles anfängt aufzublühen", so Geschäftsführer Erhard Schnepf. Die Johannesschulen hätten weiter einen guten Zulauf. "Eltern spüren einfach, dass ihre Kinder hier oft besser aufgehoben sind als an einer Regelschule. Hier wird alles für das Wohl seelenbedürftiger Kinder getan", erklärt sich Reich-Dollmann das Interesse.


 

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