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Reifenwechsel für den guten Zweck

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Der Frühling lockt und damit steht zugleich der Wechsel der Winterreifen an. Damit auch den Kindern in Afrika eine bessere Sonne scheint, entschlossen sich Fachhochschüler der Neckarsulmer Christian-Schmidt-Schule im Rahmen ihrer Projektarbeit zu einer besonderen Aktion: Ein Reifenwechsel für gerade mal 15 Euro, den Schülern, Lehrern und Verwandten nutzten und dessen Erlös dem Bildungsprojekt Tagwerk zu Gute kommen wird.

 

Unterstützung


Ganz auf Silber eingestellt war Jörg Müller: Zuerst mit einem Ford und dann mit einem Golf fuhr der Lehrer für Metalltechnik vor und ließ mit gezielten Griffen und in wenigen Minuten seine Autobereifung frühlingsfit machen. Eigentlich hätte er das auch selbst gekonnt, doch: "Die Idee ist toll und der gute Zweck unterstützenswert", versicherte er.

Also plante er, auch mit dem dritten Silberflitzer, einem Polo, vorzufahren. Hasan Durmus, Elektroniker für Geräte und Systeme, hatte sich sogar extra aus Lauffen aufgemacht: "Um meine Klassenkameraden zu unterstützten." Bewusst wurde die Aktion, die von David Luks und Samed Cayli organisiert wurde, nur intern beworben: Um nicht in Konkurrenz zu den Werkstätten zu treten, von denen einige Handschuhe, Reifensäcken oder Kreide sponserten. Beide streben in neun Monaten die Fachhochschulreife an der gewerblichen Schule an.

Dazu gehört das zweistündige Nebenfach Projektarbeit mit theoretischem und praktischem Teil in Form einer Hausarbeit. "Als Vorbereitung auf das wissenschaftliche Arbeiten, wenn sie später studieren", unterstrich Klassenlehrer Hendrik Utler.

 

Themensuche


Also hatten sich die jungen Männer intensiv auf Themensuche begeben und die Aktion Tagwerk in Zusammenarbeit mit "Brot für die Welt" und "Human Help Network" ausfindig gemacht. Danach galt es, den Reifenwechsel mit genauen Terminlisten zu organisieren, zu bewerben, Flyer zu erstellen und für die Bewirtung zu sorgen.

Mit ihren Kolleginnen Jana Hoßfeld und Tamara Draband fanden sich zwei "Frauen im Männerberuf", die im Rahmen ihrer eigenen Projektarbeit für die konkrete Umsetzung in der KfZ-Werkstatt der Schule sorgten und von Audi-Azubi Rachele Scarale und Mario Krauth aus der Technikerklasse für Maschinenbau an der zweiten Hebebühne unterstützt wurden. Die gelernten KfZ-Mechatronikerinnen streben ebenfalls die Fachhochschulreife und das Bachelor-Studium an.

Lehrer Utler zeigte sich mit der praktischen Umsetzung an diesem Tag sehr zufrieden: "Eine komplexe Sache, das ist Projektmanagement pur", kommentierte er. Eine Sache, die auch theoretisch eingebunden und ausformuliert sein will: Abgabetermin für diese Arbeiten ist am Freitag.



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