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Der Lichteffekt

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Die Atmosphäre. Das Licht. Die nie gesehene Großzügigkeit des Raumes. Die Festversammlung zur Wiedereröffnung der Aula auf dem Campus Sontheim der Hochschule Heilbronn (HHN) ist voll des Lobes. Freundlich, hell, ansprechend, super gelungen finden die Festgäste all das Neue im genau 50 Jahre alten Hochschulgebäude. Die Freude ist natürlich auch groß, dass nach dreijähriger Bauzeit Lärm, Staub und die Unannehmlichkeiten des Zusammenrückens endlich vorbei sind. Es gibt Studierende, die kennen den Sontheimer Campus nur als Dauerbaustelle.

Großes Staunen

"Betrachte dies und staune." Michael Greiner, Leiter des Heilbronner Amtes für Vermögen und Bau, zitiert, was im Schöntaler Treppenhaus von Baltasar Neumann (natürlich auf Latein) zu lesen ist, um das Publikum auf die enormen Veränderungen einzustimmen. Selbstverständlich will sich das Stuttgarter Architektenteam um Jörg Weinbrenner nicht am barocken Baumeister messen, das wäre vermessen. Das allgemeine Staunen, das sich in den neuen alten Räumen breitmacht, freut die Planer und Schaffer aber doch ungemein. "Baukünstler" nennt die Geschäftsführerin des Studierendenwerks Heidelberg, Ulrike Leiblein, die Architekten treffend.

"Wo kommt denn die ganze Fläche her?", wundert sich der emeritierte Maschinenbau-Professor Karl Walter (85) wie viele. Die Aula ist wie seither ein Raum im Raum, unverrückt stehen ihre Mauern. Doch Außenwände wurde eingerissen, Richtung Innenhof und zur Max-Planck-Straße hin. Und am Ende des langen Flurs überrascht eine Fensterwand, die schon immer da war. Jetzt aber darf sie leuchten und Licht ins Haus lassen. Die tristen, dunkelbraunen Wandvertäfelungen sind verschwunden. Die Decken sind zwar noch immer abgehängt, aber weit höher und zudem strahlen sie wie alle Wände in lichtem Weiß. Solche Helligkeit schafft optisch neue Dimension.

Der Raum vor der Aula firmiert künftig als Forum, ein studentischer Marktplatz für Veranstaltungen, alltägliche Begegnungen, Austausch. Hier finden sich die Servicebüros, zentrale Studienberatung, das Prüfungsamt. Ein buntes "Schlangensofa" belebt den Raum. Hier trifft man sich gern.

Reanimation

300 Plätze hat die Aula jetzt, weniger als zuvor, weil die Galerie der lichten Atmosphäre geopfert wurde. Nichts erinnert daran, dass sie als "zu dunkel, zu niedrig, zu laut und zu klein" galt. Architekt Jörg Weinbrenner zeigt anhand von Fotos, dass das gesamte Gebäude bis auf den Rohbau ausgebeint wurde. Deshalb mag er auch nicht von "Facelifting" reden: "Ich glaube, es war eher eine Reanimation."

Rektor Jürgen Schröder berichtet, dass es äußerster Heilbronner Beharrlichkeit bedurft hatte, in Stuttgart stattliche 8,5 Millionen Euro für Sanierung und Umbau des Herzstücks der alten Hochschule zu erkämpfen. Vor allem der Ausbau der Mensa mit jetzt 486 Plätzen und der Möglichkeit 1200 Essen täglich auszugeben, galt als notwendige Folge des Wachstums der Hochschule. Vor sieben Jahren waren es noch 5331 Studierende, heute sind es 8500 – und schon damals hatte es jeden Mittag endlose Warteschlangen vor der Mensa gegeben. Die Zeiten sind jetzt ein für alle Mal vorbei.

 

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