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Musik ohne Grenzen

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Die Kulturen einander näher zu bringen und daraus ein Miteinander werden zu lassen, hat sich das Netzwerk "Gemeinsam in Bad Rappenau" auf die Fahnen geschrieben. Weil Musik bekanntlich verbindet und neue Ebenen der Begegnung schafft, organisierten Karin König und Jeanette Renk-Mulder, bei denen die Fäden des Netzwerks zusammenlaufen, ein erstes gemeinsames Konzert im Jugendhaus Maximal.

Kerzenschein

In stimmungsvoller Atmosphäre im Kerzenschein kamen am Samstagabend Musiker ans Licht, die gerne einmal zeigten, was sie können. Neben Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan griffen auch einheimische Talente zum Mikrofon.

Zu Hause in Syrien haben sie gerne zusammen Hausmusik gemacht, die Zwillinge Nour und Nawar Aleid und ihr Vater Kamil Aleid. Gesang und ein syrisches Saiteninstrument gingen eine feine Verbindung ein, als die drei im vollbesetzten Jugendhaus spielten – wie früher in Syrien. Auch Mutter und Ehefrau Juliette Aleid hörte zu. Großer Beifall erhob sich, als Naturtalent Christian Telany mit sehr viel Gefühl, Talent und Intuition in die Tasten des E-Pianos griff. Ohne einen Blick in Noten werfen zu müssen, ließ er reizvoll schöne Melodien hören, die viel erzählen vom Leben. "Er hat sich das alles selbst beigebracht. Erst in jüngster Zeit stärkt ihm Roland Kästle den Rücken und gibt ihm ehrenamtlich Unterricht, weil er ein großes Talent ist und sich das sonst nicht leisten könnte", erzählt Karin König. "Flüchtlinge kommen zu uns und bringen ja auch etwas mit", beleuchtet Jeanette Renk-Mulder die aktuelle Situation.

Diejenigen, die im Jugendhaus musizierten, sind schön länger hier, sprechen Deutsch und haben sich bereits hier eingelebt. Mohamed Zahir zum Beispiel hat einen Lebensweg durch Afghanistan und Russland zurückgelegt, bevor er in Bad Rappenau ankam und am Samstagabend im Jugendhaus sein Können hören ließ.

Bei diesem ersten gemeinsamen Konzert mit Flüchtlingen nahmen auch junge Talente aus der Region teil, ein Gitarrenschüler von Roland Kästle und eine Pianistin, die sich in Bad Rappenau sehr für die Flüchtlingsarbeit einsetzt und sich im Jugendhaus engagiert: Romina Swasiano begleitete sich selbst am Klavier, während sie Songs zum Beispiel von Christina Aguilera hören ließ.

Reihe geplant

Nach der guten Resonanz am Samstagabend überlegen Karin König und Jeanette Renk-Mulder, weitere Konzerte dieser Art im Jugendhaus Maximal auf die Beine zu stellen. Es könnte eine Reihe daraus werden, so ihre Idee, und außerdem könnten Musiker auch einmal während der Öffnungszeiten des Café M spielen.

 

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