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Stück für Stück ins neue Schulglück

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Früher lernten hier angehende Landwirte, wie sie Mähdrescher und Bulldogs bedienen. Jetzt tun sie dies nur wenige Meter weiter, in einer neuen Werkstätte, direkt neben der Richard-von-Weizsäcker-Schule. Dafür ziehen bis Weihnachten angehende Elektriker in die einstige Maschinenhalle, die dann zur Gewerblichen Schule gehört – und derzeit für diese Zwecke umgebaut wird. Seit August laufen die Arbeiten, in zwei Monaten finden hier 48 Schüler in drei Elektrowerkstätten Platz. Es ist das erste sichtbare Zeichen, dass es auf der Großbaustelle tatsächlich losgegangen ist. Nach all den Verzögerungen bei der Planung.

Einmalig

26,8 Millionen Euro kostet die Erweiterung und Sanierung der Gewerblichen Schule Öhringen. Dort ist seit Jahren viel zu wenig Platz. Die Gebäudetechnik ist veraltet, die Raumaufteilung schlecht. Derzeit unterrichten 67 Lehrer 942 Schüler. Noch nie hat der Hohenlohekreis so viel Geld investiert, um eine Bildungsstätte zu erneuern. Noch nie wurden solch aufwendige Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb erledigt, was zahlreiche Übergangslösungen erforderlich macht. Und noch nie entstanden in einer Berufsschule so viele offene Lernbereiche. Vieles soll luftiger, durchlässiger, großzügiger werden, was dem neuen pädagogischen Konzept geschuldet ist. Das alles hat die Kosten gewaltig steigen lassen.

Die fünf Bauphasen dauern bis 2019. Stück für Stück entsteht ein moderneres Schulzentrum. Immer wieder müssen die Schüler in diesen vier Jahren ihre alte Umgebung verlassen und in andere Räume umquartiert werden, bevor sie in ihr neues Lernumfeld einziehen können. "Der organisatorische Aufwand dahinter ist enorm", sagt Beate Silbereis-Scharf, die das Amt für Kreisschulen und Hochbau leitet. Dennoch sollen die Umzüge und Bauarbeiten so störungsfrei wie möglich ablaufen. "Kein Schüler muss über eine Baustelle stolpern."

Schadstoff

Die ersten Schüler, die umziehen werden, sind jene des Technischen Gymnasiums (TG). Noch haben sie Unterricht im Gebäudeteil C am Ochsensee, nach den Herbstferien müssen die ersten raus, weil die Räume von dem Schadstoff PCB befreit werden, der im Frühjahr 2015 in den abgehängten Decken gefunden wurde. Die gemessenen Werte in der Raumluft lagen damals unter dem kritischen Grenzbereich, deshalb war die Weiternutzung bis zur Sanierung möglich. Jetzt werden diese Arbeiten dem eigentlichen Umbau vorgeschaltet, der nach den Weihnachtsferien starten wird. "Ein Zimmer haben wir bereits probesaniert", sagt Silbereis-Scharf. "Die Werte liegen im grünen Bereich."

Die Schüler des TG ziehen teilweise in zwei Räume in der Hindenburgstraße 60. Dort, wo früher die Landwirtschaftsschüler unterricht wurden. "Alle anderen Ausweichräume befinden sich hier auf dem Areal", sagt die Amtsleiterin. Bis zu den Sommerferien 2016 ist das Gebäude am Ochsensee fertig. Dann kann das TG wieder einziehen. Anschließend wird das Verwaltungsgebäude saniert und umgebaut. Und der nächste Umzug beginnt.

 

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