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Eine Friedenstaube gurrt Willkommen

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Yemane Tewelde lebt seit einem Jahr in der Gemeinschaftsunterkunft am Schwaigerner Traubenkreisel. Kurz vor den Sommerferien hat sich der 21-jährige Eritreer an einem Graffitiprojekt im Rahmen der Thementage an der Leintalschule beteiligt, dessen Ergebnis jetzt an seinem Zuhause zu sehen ist. "Ich bin wirklich sehr dankbar dafür, wie uns die Schwaigerner auf diese Weise willkommen heißen", erzählt der junge Mann am Rande der Einweihung am Dienstagabend.

Mauer

Bereits im Frühjahr hatte das Jugendreferat gemeinsam mit Graffitikünstler Emin Hasirce, Jugendlichen und den Bewohnern die Mauer hinter dem Haus farbenfroh neu gestaltet. Im Juli dann die zweite Aktion in Kooperation mit der Schule. "Für unsere Schüler war das eine außergewöhnliche Erfahrung, in der sie nicht nur neue Leute und Techniken kennengelernt haben, sondern auch eine Möglichkeit, Stellung zu beziehen, zu sagen, die Menschen sind bei uns willkommen", freut sich Rektor Manfred Litz.

Eine Gruppe Jugendlicher aus allen Klassenstufen arbeitete drei Tage lang im Wechsel mit vier bis fünf jungen Männern aus der Unterkunft zusammen. Sie sammelten gemeinsam Ideen, wie das Haus verschönert werden könnte.

Die Stadt hatte als Vorgabe ausgegeben, dass nicht direkt auf die Wände gesprüht werden darf, also entwickelte Hasirce schnell ein Konzept aus Holzplatten in verschiedenen Formen, die nun dank des Bauhofs am Gebäude angebracht sind. Wörter wie Respekt und Toleranz sind da zu lesen, und oben fliegt eine übergroße Friedenstaube. Die Grundfarbe ist lila, passend zum Traubenkreisel.

"Für uns war das eine schöne Gelegenheit, Begegnung zwischen den Bewohnern hier und den Schülern zu schaffen, um Berührungsängste abzubauen", erläutert Jugendreferentin Sabine Barth-Ried das von der Integrationsoffensive Baden-Württemberg finanzierte Projekt. Die wirkliche Arbeit würden natürlich der tolle Arbeitskreis Asyl und die Sozialarbeit leisten.

Kreativität

Jana (15), Ylenia (16) und Selina (15) gehören zu der beteiligten Schülergruppe. Sie wollten etwas Neues machen, ihre Kreativität ausleben. "Aber es war natürlich auch sehr interessant, mit den Flüchtlingen zusammenzuarbeiten", betont Jana. Bisher gab es da eine gewissen Trennung, und man höre ja doch manchmal Negatives. "Aber jetzt können wie sagen, dass wir die kennen, und dass die genau wie wir sind."

 

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