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Neubau für Heilbronn

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Eine Lösung für das Dinkelacker-Areal in der Sülmerstraße ist in Sicht: Der Gemeinderat hat über ein Projekt entschieden, durch das nicht nur die Einzelhandelsfläche neu genutzt wird, sondern auch das insgesamt 3000 Quadratmeter große Gelände komplett überbaut wird. Die Projektentwickler Detlef Christiansen und Ewald Mack planen mit Isar Kies als Investor und Bauträger auf dem Areal einen 1140 Quadratmeter großen Rewe-Lebensmittelmarkt im bestehenden Gebäude, dazu zwei weitere Gebäude mit insgesamt 100 Studentenwohnungen sowie ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten. Das Investitionsvolumen beträgt rund 25 Millionen Euro.

Nachverdichtung

"Wir haben jahrelang darauf gewartet, dass sich dort etwas tut“, sagt Dr. Christoph Böhmer. Der Leiter des Stadtplanungsamts ist angetan von der Planung: "Ein Lebensmittelmarkt tut dem Quartier sehr gut.“ Auch brauche Heilbronn jede Menge kleine Wohnungen und Studentenappartements. "Damit bringen wir junge Leute in das Viertel.“ Das Stadtplanungsamt hatte darauf gedrängt, das ganze Gelände zu überbauen und nachzuverdichten.

Die Schließung des Drogeriemarkts Müller 2009 hatte erhebliche Auswirkungen auf die nördliche Fußgängerzone, die Frequenz ließ spürbar nach. Da Müller bis Ende 2010 Miete zahlte, hatte es Eigentümer Dinkelacker nicht eilig mit der Lösung. Zunächst wollte man nicht im großen Stil umbauen. Solide Mieter, wie damals in Aussicht gestellt, ließen sich für den Nachkriegsbau nicht finden. Resteverkäufer und Ramschläden wechselten sich ab.

Parkplatz

Mit der Kombination aus Handel und Wohnen erhält das Quartier "ein schönes, neues Gesicht“, sind Christiansen und Mack überzeugt. Mit der Überbauung des Parkplatzes zwischen Zehent- und Schwibbogengasse wird eine der letzten Nachkriegslücken geschlossen. Architekt Matthias Riemer hätte gerne den Eckbau zur Zehentgasse einbezogen, doch das Haus mit Kebap-Stube bleibt. Das Hauptgebäude an der Sülmerstraße wird entkernt und aufgestockt. Es entstehen Mikroappartements mit 30 Quadratmetern Wohnfläche. "Danach schreit der Markt“, sagt Riemer. Darunter entsteht eine Tiefgarage.

Dass mit dem Lebensmittelunternehmen Rewe ein Ankermieter gefunden wurde, hat das Projekt vorangetrieben. Rewe verspricht sich für seinen zweiten City-Markt in der Fußgängerzone eine "hochfrequentierte Lage“, sagt Rewe-Sprecherin Susanne Amann. In einem 500-Meter-Radius leben 5800 Menschen. Das Sortiment ist auf Bedürfnisse von Kurzzeitversorgern ausgerichtet. Der Supermarkt selbst hat keine Parkplätze, die Tiefgarage ist für Bewohner gedacht: "Wir setzen in hochfrequentierten Innenstadtlagen auf fußläufige Erreichbarkeit.“

Tanzschule Vö

Eine neue Bleibe muss sich die Tanzschule Vö suchen. Seit 1979 belegt die Tanzschule 850 Quadratmeter in der ersten Etage der Sülmerstraße 41. Für Inhaberin Jeanette Nuffer kommt das Bauvorhaben zwar nicht ganz überraschend, die Suche nach einem Ersatz gestaltet sich jedoch alles andere als einfach. "Wir sind an verschiedenen Objekten dran“, berichtet Nuffer. Sie hofft ein Domizil zu finden, das mehr Parkplätze hat. Ein konkretes Datum für den Auszug steht noch nicht fest. Die Investoren wollen spätestens im September mit den Arbeiten beginnen. Geschätzte Bauzeit: 15 Monate.

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