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Malinki bekommt Pool

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Stadträte und Oberbürgermeister Hans Heribert Blättgen sind neidisch, dass in der Kurstadt erst jetzt eine Disco einen Pool samt Beachvolleyball-Feld erhalten soll. Rüdiger Winter von den Freien Wählern bedauerte mit einem Schmunzeln, dass so etwas 30 Jahre zu spät komme. "Das ist eine Bereicherung“, lobte er. Bad Rappenaus OB Blättgen scherzte, es könnte ja später Ü-50-Partys geben. Das Gremium stimmte jetzt den Erweiterungsplänen der Diskothek Malinki zu, forderte aber zugleich, dass die Vorgaben beim Lärmschutz eingehalten werden.

Einzugsbereich

"Der Schallpegel ist für uns ganz wichtig“, beruhigte Artur Buss in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Er betreibt erfolgreich die Disco im fünften Jahr zusammen mit seiner Ehefrau Elena. Mittlerweile kämen sogar Besucher aus bis zu 150 Kilometern Entfernung, sagte Mitarbeiter Dominik Zettl. Keine Seltenheit sind am Malinki Fahrzeuge, die in den Landkreisen Mannheim, Ludwigsburg oder Pforzheim zugelassen seien. Um den Schall im neuen Außenbereich in Grenzen zu halten, soll eine bis zu fünf Meter hohe Mauer errichtet werden. Außerdem arbeiten die Malinki-Verantwortlichen mit einer Spezialfirma zusammen, um bestimmte Bass-Frequenzen auszulöschen. Das funktioniere bei Konzerten, sagte Artur Buss.

Das Trio denkt seit über zwei Jahren über die Aufwertung des Außenbereichs nach. Bis wann mit einer Eröffnung zu rechnen ist, bleibt offen. "Wir drei sind Perfektionisten“, sagte Artur Buss, der sich deshalb auch nicht zur Investitionssumme äußern kann. Man fange an, dann könne es aber sein, dass man sich für hochwertigere Materialien entscheide. "Das ist ein Prozess“, ergänzte Zettl. "Wir haben eine grobe Richtung, es kann sich in einigen Punkten ändern.“ 

Diese Disco-Pläne haben Blättgen positiv überrascht. Als er zum ersten Mal von Investitionen in den Außenbereich gehört hatte, habe er an eine Terrasse gedacht, sagte er im Technischen Ausschuss. Der Umbau geht weit darüber hinaus, so gehören beispielsweise auch eine Bühne sowie Sanitäranlagen zum Vorhaben. Birgit Stadler vom Hochbauamt im Rathaus stellte die Details des 20 mal 40 Meter großen Projekts vor und betonte, dass das Malinki auch neue Zielgruppen erschließen wolle. Beispielsweise werde werktags an After-Work-Partys gedacht. Bei Parkplätzen sehe die Stadt keine Schwierigkeiten, da die Disco-Gäste beim Schützenhaus und dem Raiffeisenmarkt parken dürfen. Voraussetzung für den Betrieb sei, dass die Grenzwerte beim Lärm eingehalten werden. "Es muss funktionieren“, sagte Stadler.

Nachweise

CDU-Stadtrat Erwin Wagenbach regte an, dass man den Hinweis auf den Lärmschutz in die Baugenehmigung schreiben solle. Blättgen beruhigte: "Die Auflagen hat er.“ Reinhard Künzel (SPD) hakte nach, ob die Maßnahmen tatsächlich helfen, den Lärm in Grenzen zu halten. "Reicht das?“, fragte er. Hans Heribert Blättgen stellte klar: "Es muss.“ Die Nachweise seien im Lauf des Verfahrens zu erbringen. Der Rathauschef, der nach eigenen Angaben den Lärm als einzigen kritischen Punkt des Vorhabens sah, versprach: "Wir werden es im Blick behalten.“

Pleite in Eppingen 

Während das Malinki expandiert, ist das Disco-Revival in Eppingen gescheitert. Dort schickte sich das E2 an, in der Oststadt die Geschichte des E1-Tanzlokals aufleben zu lassen. Weil der Erfolg ausblieb, zogen die Betreiber dann allerdings die Notbremse. Knapp 18 Monate nach der Eröffnung war an Ostern Schluss. Dass ein neuer Betreiber weitermacht, gilt als unwahrscheinlich.

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