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Hier kommt die Maus

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"Prima, das war super! Mittagessen“, sagt Peter Lemper lachend. Nach der fünften Aufnahme ist die Szene im Kasten. Moderatorin Malin Büttner und der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-Abegg Peter Fenkl atmen auf. Der Aufzug im Ziehl-Abegg-Tower im Gewerbepark Hohenlohe kann wieder ungestört genutzt werden. 
"Wie funktioniert ein Elektromotor?“ heißt die Sachgeschichte der Sendung mit der Maus, die das Fernsehteam an zwei Tagen beim Künzelsauer Antriebs- und Ventilatorenhersteller dreht. Das Drehbuch für die Story stammt von Peter Lemper, der auch Regie führt.

Aufzug

Zunächst wird Malin Büttner beim Betreten des Firmengebäudes gefilmt. Dann wird der Aufzug im Produktionsgebäude ausgiebig unter die Lupe genommen. Schließlich erläutert Vorstandsvorsitzender Fenkl, wie der Elektromotor funktioniert, der den Hochleistungsaufzug nach oben katapultiert. Dann wird Auf und Ab gefahren

Für Fenkl sind die Aufnahmen für die Sendung mit der Maus das reinste Vergnügen. "Hallo Malin, schön dass Du da bist“, begrüßt er die Moderatorin routiniert vor laufender Kamera. Immer wieder mal war Fenkl als Interviewpartner in der Tagesschau oder im Heute Journal zu sehen. Die Sendung mit der Maus ist aber Neuland für ihn. "Das macht richtig Spaß“, verrät er.

Für Kameramann Sascha Kaus und Assistent Cristian Schürmann ist es dagegen nicht leicht, die Szenen richtig auszuleuchten. Überall spiegelt und glänzt es im Glasaufzug, der rasant rauf und runter fährt. "Du musst ein wenig langsamer gehen, sonst kommt die Kamera nicht mit“, sagt Sascha Kaus bei einer Szene. "Jetzt brauchst Du nichts mehr sagen, da wird im Film drüber gesprochen“, erklärt Peter Lemper. Das Team tastet sich an die sendefähige Endfassung heran. Den letzten Schliff erhält der Film beim Schnitt im Studio. Dann spricht Malin Büttner ihren Text auf. "Das dauert etwa einen halben Tag“, sagt sie.

Zeit

Bei der Sendung mit der Maus nimmt man sich Zeit, um die Geschichten zu erzählen. Die berühmte 1:30 Minuten-Grenze, die für viele Nachrichtensendungen gilt, ist bei der Maus keine Hürde. "Unser Redaktionsleiter sagt immer, ihr habt so viel Zeit, wie ihr braucht, um die Sachgeschichte richtig zu erklären“, betont Malin Büttner. "Das können ruhig auch mal fünf, sechs Minuten sein“, erläutert die Moderatorin. Und getrickst wird grundsätzlich nicht. Die Szenen werden authentisch gedreht, wenn etwas nicht gezeigt werden kann, wird das den Kindern erklärt. "Die Glaubwürdigkeit ist unser größtes Gut“, betont Peter Lemper. Neben der Sendung mit der Maus dreht er auch häufig für neun½, eine Nachrichtensendung für Kinder, die der WDR produziert. Das macht auch Malin Büttner. "Ich produziere unheimlich gern für Kinder“, sagt sie. "Ich kann sagen, dass ich meinen Traumberuf gefunden habe.“ 

 

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