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Bombendrohung: 22-Jähriger festgenommen

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Am Samstag, 30. Juli, kam es gegen 0.11 Uhr zu einer Bombendrohung auf dem Heilbronner Volksfest. Nun haben Staatsanwaltschaft und Volksfest bekanntgegeben, dass es eine Festnahme gab. Das Festgelände war damals nach der Drohung evakuiert worden, die Besucher im Festzelt sowie die Schausteller wurden angewiesen, das Gelände zu verlassen. Bei der anschließenden Suche durch die Polizei wurde kein verdächtiger Gegenstand aufgefunden.

Um Hinweise auf den männlichen Anrufer zu erlangen, veröffentlichte die Heilbronner Kriminalpolizei am 12. August die Live-Mitschnitte der beiden Notrufe, welche fast zeitgleich über Notruf beim Führungs- und Lagezentrum der Heilbronner Polizei sowie bei der Rettungsleitstelle Heilbronn eingingen und von einer Telefonzelle in der Klingenberger Straße in Heilbronn-Böckingen geführt wurden. Mit Erfolg.

Viele Hinweise

Bei der Kriminalpolizei Heilbronn gingen bislang 25 Hinweise ein. Eine Person wurde durch Zeugen gleich mehrfach als der mögliche Anrufer genannt. Der 22 Jahre alte Tatverdächtige wurde daraufhin aufgrund eines zuvor erlassenen Haftbefehls am 23. August festgenommen. Im Rahmen seiner Vernehmung räumte er sowohl die "Bombendrohung", als auch zwei zurückliegende schwere Brandstiftungen in Bad Wimpfen ein, bei denen er am 7. Februar 2016 sowie am 11. März 2016 jeweils mehrere im Keller eines Mehrfamilienhauses stehende Müllcontainer angezündet und erheblichen Sachschaden verursacht hatte.

Als Motiv nannte der Mann, der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war, Probleme im privaten Umfeld sowie Langeweile. Er wurde am Mittwoch einem Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn vorgeführt, welcher auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn einen nunmehr um die Brandstiftungsdelikte erweiterten Haftbefehl erließ. Da dieser unmittelbar in Vollzug gesetzt wurde, wurde der Tatverdächtige anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Hohe Kosten

Neben dem Strafverfahren könnten dem Mann auch umfangreiche zivilrechtliche Forderungen drohen. Der Umsatzverlust und die Zusatzkosten des Festwirts sowie aller Schausteller auf der Theresienwiese, der Sachschaden durch die Brandstiftung und die Kosten des Polizeieinsatzes infolge der "Bombendrohung" summieren sich auf etwa 180.000 EUR. red

 

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