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Endspurt bei den Freizeiten

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Für Kinder und Betreuer heißt es am Ende der Woche Abschied nehmen. Die Kinderfreizeiten auf dem Gaffenberg und Haigern und bei der Awo gehen nach insgesamt vier Wochen zu Ende. 1950 Kinder besuchten den Gaffenberg, der Haigern war mit 740 Kindern restlos ausgebucht, 250 Kinder kamen zu den beiden Awo-Freizeiten auf dem TSG-Gelände.

Für die drei- bis 14-Jährigen hieß es in der Regel: Das Handy ist während der Kinderfreizeiten zu Hause geblieben. "Wir informieren die Eltern vorab darüber“, sagt etwa Haigern-Leiter Benjamin Hoch. Ab und an hätten sich Kinder in den Vorjahren darüber hinweggesetzt, aber in diesem Jahr sei es kein Thema gewesen.

Das Motto, das nicht nur auf dem Haigern gilt: Lieber im Wald unterwegs sein, statt die Zeit mit elektronischen Geräten zu verbringen. "Wir haben uns auch Spiele zu Pokémon überlegt.“ Statt virtueller Figuren jage man jedoch lieber echte Monster in Verkleidung. Der Hype um das Smartphone-Spiel habe aber nicht geschadet. Es motiviere die Kinder sogar eher zum Mitmachen.

Flexibel auf das Wetter reagieren, auch das gehört zu den Aufgaben der Freizeit-Betreuer. In der letzten Woche stand für die größeren Haigern-Kinder ein Ausflug ins Freibad nach Oberstenfeld auf dem Programm. Betreuer zu finden, ist beim Haigern seit Jahren kein Problem mehr: Mit 14 kann man als Junior-Teamer einsteigen, danach Co-Betreuer und mit 16 Jahren Betreuer werden: "So geht uns der Nachwuchs nicht verloren“, sagt Hoch, seit 2007 in der Haigern-Leitung.

Dass die katholische Kirche Träger des Haigern ist, zeigt sich nicht nur beim Gottesdienst, der in jeder Freizeit ein Mal stattfindet. „Vor dem Abendessen gibt es ein gemeinsames Gebet in allen Gruppen“, berichtet Benjamin Hoch.

Gottesdienst

Beim Gaffenberg gibt es ebenso sichtbare Zeichen, dass die evangelische Kirche dahinter steht, wie die tägliche Andacht, Gottesdienste zur Eröffnung und zum Abschlussfest sowie das Erzählen von biblischen Geschichten. "Wichtig sind uns aber vor allem die Werte, die wir vermitteln“, betont Oberonkel Lukas Hartlieb. Und, dass jedes Kind aufgenommen werde, egal welcher Konfession es angehöre. Auch ein finanzieller Engpass in der Familie sei kein Hinderungsgrund. Unterstützung gibt es durch den Patenschaftsfond. Ausgeweitet hat man beim Gaffenberg die Teilnahme von Flüchtlingskindern. Hartlieb: "Das lief deutlich besser als im Vorjahr. Die 100 Kinder kamen sehr regelmäßig.“

Die Teilhabe von Flüchtlingen spielte auch bei den beiden Awo-Freizeiten eine wichtigere Rolle als noch 2015: Etwa 15 unbegleitete Minderjährige waren als Co-Betreuer dabei sowie 30 Jungen und Mädchen aus Flüchtlingsunterkünften im Stadt- und Landkreis.

Danach geht es in Urlaub

Wenn Janina Beirle (20, rechts) und Julia Rudolph (18) als Betreuerinnen bei der Awo-Stadtranderholung in Sontheim etwas schätzen gelernt haben, dann ist es die selbstverständliche Offenheit aller Beteiligten. "Die Kinder haben keine Berührungsängste. Weder untereinander noch mit den Betreuern. Im Gegenteil, sie sehen uns als Freunde“, sagt Janina Beirle. Auch Stressgefühle lassen die beiden angehenden Erzieherinnen zu keinem Zeitpunkt an sich heran: "Die schönen Momente, die ein Kind mit dir teilen kann, wiegen mögliche Stresssituationen immer auf. Da reicht schon ein Lächeln“, fasst Julia Rudolph ihre Eindrücke zusammen. Die beiden belohnen sich danach mit einer Urlaubsreise. nic

Die Freiheit genießen

Wie können Sommer und Winter wohl zusammenpassen? Zum Beispiel, indem man sich jedes Jahr auf den Gaffenberg freut, als wäre es ein vorverlegtes Weihnachtsfest. So sehen es jedenfalls die Betreuerinnen Greta Leute (20,) und Ann-Marie Utz (20) aus Heilbronn. "Ich liebe die Freiheit, die man hier bei der Programmgestaltung hat und die auch mitgetragen wird, ob Kind oder Betreuer.

 

Hier weiß man auch kleine Beiträge sehr zu schätzen“, bringt Leute ihre Erfahrungen auf den Punkt. Auch das jährliche Wiedersehen mit seit der Kindheit bekannten Gesichtern sei ein Highlight. Programmhöhepunkt: der diesjährige "Fraktionstag“ inklusive Ninja-Ausbildung für die unerschrockenen Kinder. nic

 

 

Gesundheit als Magie

Größere Wehwehchen werden während der gerade laufenden Kinderfreizeit auf dem Haigern selten beklagt. Doch auch Schürfwunde, Bienenstich & Co. werden beim Sanitätsteam in Person von Luise Wolff (25, rechts) und Pia Duschek (20)nicht auf die leichte Schulter genommen: "Man geht immer zunächst mal vom Schlimmeren aus, deswegen wirft man immer einen genauen Blick auf den Verletzten. Auch wenn es meist nicht weiter wild ist“, beschreibt Pia den Alltag abseits des spielerischen Programms. Für schnelle Linderung sorgen meist der Trost eines extragroßen Teddybären oder die "Magie“ des Desinfektionsmittels . Was bleibt aber am Ende? "Man hört noch genauer zu“, meint Pia. nic

Pinata-Party im Wald

Es hat nicht lange gedauert, bis die Gruppe von Fabian Freund (18) an einem Strang gezogen hat. "Schon am dritten Tag haben sie beim Lagerbau im Wald Selbstständigkeit und Teamgeist gezeigt, obwohl sie sich noch kaum kannten“, zieht der Haigern-Betreuer aus Untereisesheim sein Fazit. Noch bunter und fantasievoller ging es im Programm von Helen Baumgärtner zu. In Anlehnung an den Zeichentrickfilm "Das Dschungelbuch“ sollen die Kinder bei einem der Spiele dem an der "Dschungelkrankheit“ leidenden Mowgli helfen, indem sie den Tiger Shir Khan jagen und ihm die Medizin abluchsen. Der Clou: Bei der Raubkatze handelt es sich um eine mit Süßigkeiten gefüllte Pinata. nic

Wachsen an Erfahrungen

Mit Stolz blickt Mona Lang (24) auch dieses Jahr auf ihre Küchenkinder und deren erste Schritte in die Welt der Onkel und Tanten des Gaffenbergs. Mithilfe des Programms "Rent-a-kid“ können die 15- und 16-jährigen Helferinnen und Helfer aus der Küche für einen Tag selbst in die Rolle eines Kinderbetreuers schlüpfen und den Tagesablauf in Eigenregie planen. "Dabei stehen ihnen die Onkel und Tanten zur Seite. Die Küchenkinder sind da mit Begeisterung dabei, auch weil sie merken, dass man sie für voll nimmt“, verrät die leitende Küchentante. Besonders schön sei dabei jedes Mal zu sehen, wie die Jugendlichen an ihren Aufgaben "wachsen“, bevor sie selbst Onkel und Tanten werden. nic

 

 

 

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